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Frühestens 2025 wieder auf dem Mond – Nasa verschiebt ambitioniertes Projekt

© AFP 2021 / OLIVIER DOULIERYNasa-Chef Bill Nelson
Nasa-Chef Bill Nelson  - SNA, 1920, 10.11.2021
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Die Rückkehr von US-Astronauten zum Mond verzögert sich um mindestens ein Jahr. Das gab Bill Nelson, Chef der US-Raumfahrtbehörde Nasa bekannt. Unter der Regierung Donald Trumps war zuvor eine Rückkehr zu 2024 angekündigt worden.
Die Administration Trump hatte 2019 das ambitionierte Programm „Artemis“ angekündigt. Das Ziel des Programms: bis 2024 US-Astronauten erstmals seit fast 50 Jahren wieder auf die Mondoberfläche bringen.
„Eine Priorität der Agentur ist, so schnell und sicher wie möglich zum Mond zurückzukehren. Angesichts des jüngsten Rechtsstreits und anderer Faktoren wird die erste bemannte Landung im Rahmen des Programms ‚Artemis‘ jedoch wahrscheinlich frühestens im Jahr 2025 stattfinden“, sagte Nelson bei einer Pressekonferenz am Dienstag (Ortszeit).
Zuvor hatte das Raumfahrtunternehmen „Blue Origin“ von Amazon-Gründer Jeff Bezos eine Klage gegen die US-Regierung eingereicht, mit der die Entscheidung der Nasa angefopchten wurde, die Firma „SpaceX“ von Tesla-Chef Elon Musk mit dem Bau der bemannten Mondsonde im Wert von 2,9 Milliarden US-Dollar zu beauftragen. Erst am vergangenen Donnerstag wies ein Bundesrichter die Klage von „Blue Origin“ ab.
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Rechtsstreit, Geldmangel, Pandemie

Die entsprechenden Rechtstreitigkeiten trugen offenbar zur Verzögerung der Mission bei.
„Wir haben fast sieben Monate mit dem Rechtsstreit verloren, und das hat die (seit 1972 - Anm.d. Red.) erste bemannte Landung wahrscheinlich auf frühestens 2025 verschoben“, zitiert ihn die Nachrichtenagentur Reuters.
Nelson nannte weitere Gründe für den neuen Zeitplan. Der Kongress habe zuvor zu wenig Geld für das Programm bewilligt, sagte er. Zudem sei das Ziel der Administration Trump, 2024 eine bemannte Mondlandung durchzuführen, nicht technisch machbar gewesen. Außerdem hätten Corona-bedingte Verzögerungen eine Rolle gespielt.
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„Für die Zukunft plant die Nasa mindestens zehn Mondlandungen, und die Agentur braucht eine deutliche Aufstockung der Mittel für den künftigen Wettbewerb im Bereich der Landung, und das bereits mit dem Haushalt 2023“, so Nelson.

Wettbewerb mit China

Nelson verwies auf Chinas Raumfahrtprogramm, das unter anderem auch die Erkundung der Mondoberfläche und des Mars durch Roboter umfasst. Das Programm bleibe nach wie vor ein wichtiger Impuls für das Artemis-Projekt, sagte er.
„Wir werden so aktiv sein, wie es auf sichere und technisch machbare Weise möglich ist, um unsere Konkurrenten mit Stiefeln auf dem Mondboden zu schlagen“, teilte er mit.
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