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Stiko ruft Moderna-Empfehlung für alle unter 30 zurück – EU-Zulassung für kleine Kinder kommt aber?

© REUTERS / Dado RuvicEin Logo des US-Impfherstellers Moderna mit Reagenzgläsen, Mai 2021.
Ein Logo des US-Impfherstellers Moderna mit Reagenzgläsen, Mai 2021. - SNA, 1920, 10.11.2021
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Am Mittwoch hat die Ständige Impfkommission (Stiko) am RKI beschlossen, dass die Unter-30-Jährigen nur noch mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff geimpft werden sollen. Hintergrund sind Beobachtungen zu Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen bei jungen Menschen nach Impfungen mit Moderna.
Hiermit empfiehlt die Stiko von den vier in der EU bisher zugelassenen Impfstoffen den Menschen unter 30 jetzt nur noch einen Impfstoff. Aktuelle Analysen zeigten, dass Herzmuskel- und Herzbeutelentzündungen bei Jungen und jungen Männern sowie bei Mädchen und jungen Frauen nach der Impfung mit Moderna häufiger beobachtet würden als nach der Biontech-Impfung, erklärte die Stiko ihre Entscheidung.
Entsprechend werde nun die Covid-19-Impfempfehlung aktualisiert. Der Verlauf der Herzmuskel und Herzbeutelentzündungen sei nach bisher vorliegenden Sicherheitsberichten „überwiegend mild“, hieß es weiter. Für Menschen ab 30 Jahren bestehеdas erhöhte Risiko einer Herzmuskelentzündung nach der Stiko-Einschätzung nicht. Außerdem soll nach der neuen Stiko-Empfehlung auch Schwangeren unabhängig vom Alter nur noch Biontech verabreicht werden. Das Gleiche betrifft auch die Auffrischungsimpfungen. Wer sich bei den Unter-30-Jährigen zuvor mit Moderna hat impfen lassen, soll seine weiteren Impfungen mit Biontech/Pfizer bekommen.

Auch Frankreich setzt die Moderna-Impfung für Unter-30-Jährige aus

Zuvor hatte auch Frankreichs oberste Gesundheitsbehörde Menschen unter 30 Jahren vom Moderna-Impfstoff abgeraten. Es bestehe bei diesem Impfstoff in der Altersgruppe ein geringes, aber etwas höheres Risiko für Herzmuskelentzündungen, als beim Impfstoff von Biontech/Pfizer, hieß es in einer Empfehlung der Behörde vom Montagabend. Soweit möglich, sollten Menschen zwischen 12 und 29 Jahren daher nicht mit dem Moderna-Impfstoff geimpft werden.
Biontech-Logo - SNA, 1920, 10.11.2021
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Dabei sind die Corona-Impfstoffe von Astrazeneca und Johnson & Johnson in Frankreich für Menschen unter 30 Jahren ohnehin nicht empfohlen.

Moderna beantragt EU-Zulassung für Corona-Impfstoff für Kinder

Am 9. November hatte der US-Hersteller Moderna vor dem Hintergrund der französischen Entscheidung bei der Europäische Arzneimittelagentur (Ema) jedoch eine Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Kinder zwischen sechs und elf Jahren beantragt. Die entsprechenden Unterlagen für die Erweiterung der bedingten Marktzulassung seien eingereicht worden, teilte Moderna am Dienstag mit. Noch gibt es in Europa keinen zugelassenen Impfstoff für Unter-12-Jährige. Der Zulassungsprozess des Biontech/Pfizer-Impfstoffs für diese Altersgruppe läuft weiter.
Für die Zulassung hat sich Moderna nach eigenen Angaben auf eine Phase 2/3-Studie mit 4753 Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Alter zwischen sechs und elf Jahren berufen. Deren Ergebnisse hätten eine „robuste“ Anzahl an Antikörpern gezeigt, teilte der Hersteller mit.
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