Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Treffen im Normandie-Format – Russlands Außenamt verärgert über das große Aufheben

© SNA / Maksim BlinowRusslands Außenministerium
Russlands Außenministerium - SNA, 1920, 10.11.2021
Abonnieren
Das russische Außenamt lehnt ein Treffen im Normandie-Format weiterhin ab und ermahnt Paris und Berlin zu mehr Sachlichkeit bei der Lösung des Ukraine-Konflikts.
So sagte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, am Mittwoch vor Journalisten, die Kollegen aus Deutschland und Frankreich würden viel Aufhebens von einem Treffen im Normandie-Format machen, was ihrer Ansicht nach „absolut deplatziert“ sei, zumal inzwischen „alle Erklärungen diesbezüglich über bilaterale Kanäle und öffentlich abgegeben worden sind“.
Statt der unnötigen Aufregung komme es im Moment darauf an, Kiew dazu zu bringen, die Minsker Vereinbarungen umzusetzen, mahnte Sacharowa:
„Paris und Berlin liegt offenbar mehr daran, sich international zu profilieren, statt Kiew die Unzulässigkeit seines aggressiven Vorgehens im Donbass und seines militaristischen Gebarens, vor allem aber die Notwendigkeit der unverzüglichen Aufnahme von Verhandlungen mit Donezk und Lugansk darzulegen.“
Während die Ukraine es immer noch nicht lassen könne, die Schwarzmeerregion zu militarisieren, hätten es Paris und Berlin mutmaßlich darauf abgesehen, „dem Regime in Kiew ein Alibi zu verschaffen“. Deutschland und Frankreich seien als Ko-Autoren der Minsker Vereinbarungen und als Ko-Vermittler im Normandie-Format dazu aufgerufen, „ein Höchstmaß an Anstrengungen zu unternehmen, um Kiew auf den Weg der politischen Regulierung des Konflikts im direkten Dialog mit dem Donbass zurückzuführen“.

Russland lehnt Treffen ab

Am gestrigen Dienstag forderte das französische Außenministerium Russland dazu auf, „so schnell wie möglich“ ein Treffen im Normandie-Format abzuhalten. Zuvor hatte der russische Außenminister, Sergej Lawrow, eine für den 11. November vorgeschlagene Normandie-Runde mit Verweis darauf abgelehnt, dass vonseiten Frankreichs und Deutschlands inhaltliche Vorschläge für ein Treffen fehlten und Russlands Interessen unberücksichtigt geblieben seien.
Frankreichs Flagge (Symbolbild) - SNA, 1920, 09.11.2021
Normandie-Format: Frankreich will Treffen zu Ukraine-Konflikt „so schnell wie möglich“
Laut Lawrow haben Frankreich und Deutschland den 11. November in einer gemeinsamen Erklärung als fast schon alternativlosen Termin für ein Normandie-Treffen angesetzt. Dies sei „vom menschlichen Standpunkt her“ unhöflich, erklärte der russische Außenminister. Weitere Termine seien derzeit nicht im Gespräch.

Normandie-Format

Das Normandie-Format ist eine Gruppe von vier Staaten: Deutschland, Frankreich, Ukraine und Russland, die die Beilegung des Konflikts und einen nachhaltigen Waffenstillstand im Donbass anstreben. Das erste Treffen auf Regierungsebene im Normandie-Format fand am 6. Juni 2014 am Rande der Gedenkfeiern zur Landung der Alliierten in der Normandie statt.
Seit knapp sieben Jahren kontrollieren die selbsterklärten Volksrepubliken Donezk und Lugansk im Osten der Ukraine Teile der Gebiete entlang der russischen Grenze. Kiew-treue Truppen gehen regelmäßig gewaltsam gegen die Aufständischen vor. UN-Schätzungen zufolge wurden seitdem in dem Konflikt mehr als 13.000 Menschen getötet.
Der 2015 in Minsk unterzeichnete Friedensplan, der auf den ersten Minsker Vereinbarungen vom September 2014 aufbaut, enthält Maßnahmen zur Regulierung des Konflikts zwischen Kiew und den selbsternannten Volksrepubliken. Die Vereinbarungen liegen jedoch auf Eis.
Maria Sacharowa (Archivbild) - SNA, 1920, 10.11.2021
Tod von Botschaftsmitarbeiter in Berlin – Russlands Außenamt kritisiert Berichterstattung
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала