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Nicht geboostert – nicht geimpft: Frankreich deaktiviert Gesundheitspässe von Senioren über 65 Jahre

© AFP 2021 / Jean-Philippe Ksiazek71-jährige Französin bekommt eine Corona-Impfung
71-jährige Französin bekommt eine Corona-Impfung  - SNA, 1920, 10.11.2021
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Wegen steigender Corona-Zahlen erhöht Frankreichs Präsident, Emmanuel Macron, den Druck auf die Bürger des Landes. Der Politiker hat am Dienstag die Notwendigkeit der Auffrischungsimpfung für Menschen über 65 ab Mitte Dezember betont. Sollten sie die Gültigkeitsdauer ihres Gesundheitspasses nicht verlängert haben, gelten sie künftig als ungeimpft.
„Lassen Sie sich impfen“, appellierte Macron in seiner jüngsten Rede an die Nation. Die Pandemie sei noch nicht zu Ende. Es gebe einen alarmierenden Anstieg der Infektionszahlen. Dabei rief der französische Staatschef die Bürger auf: „Machen Sie jetzt einen Termin.“
Auch kündigte Macron die neue Maßnahme für die Über-65-Jährigen an: Ihr Gesundheitspass sollte nur dann seine Gültigkeit behalten, wenn die Betroffenen eine dritte Impfung nachweisen könnten. Als Stichtag gelte der 15. Dezember. Wer bis dahin keine Booster-Impfung haben sollte, müsste in Restaurants, Kinos oder Theatern wieder maximal 48 Stunden alte negative Tests oder eine Genesung von einer Coronaerkrankung nachweisen.
Wie der offizielle Regierungssprecher des Landes, Gabriel Attal, im Radiosender „France Info“ am Mittwoch erklärte, ist es notwendig, dass die Menschen „vor den schweren Formen geschützt bleiben“. Daher bestehe die Notwendigkeit, die Impfung aufzufrischen.
„Wenn Sie über 65 Jahre alt sind und die zweite Dosis des Impfstoffs vor mehr als sechs Monaten erhalten haben, haben Sie fünf Wochen Zeit, um eine Auffrischungsimpfung zu bekommen", sagte Attal und fügte hinzu, dass sonst der Impfpass deaktiviert werde.
Macron verwies in seiner Ansprache unter anderem darauf, dass Frankreich es dank des Gesundheitspasses geschafft habe, „die Epidemie im Zaum zu halten“, berichtete das ZDF. In Frankreich gilt der Gesundheitspass als Nachweis für eine vollständige Impfung, um ungehindert am öffentlichen Leben teilhaben zu können.
Impfung in den USA - SNA, 1920, 30.09.2021
Etwa 260 Menschen in Frankreich mit abgelaufenem Corona-Impfstoff immunisiert – Medien

Booster-Impfung schafft „mehr Anreize“

Attal machte dabei darauf aufmerksam, dass seit Ende des Sommers fast 70 Prozent der Senioren über 65 Jahre ihre Auffrischungsdosis bekommen haben.
„Sie müssen es weiterhin tun“, zitiert „France Info“ den Politiker. Aus seiner Sicht können mit dieser Maßnahme „mehr Anreize“ geschaffen werden, wenn diese dritte Impfdosis an die Gültigkeit des Gesundheitspasses anknüpfe. Nach Angaben des Regierungssprechers wird es „Warnungen“ geben, um die Betroffenen an die Wichtigkeit dieses Schrittes – „insbesondere über die Krankenkassen“ – zu erinnern.
Für Attal wäre es unter anderem logisch, „dass dies irgendwann auch bei anderen Zielgruppen der Fall sein wird, für die die Impfauffrischung geöffnet ist“ – nämlich für 50-64-Jährige und Pflegepersonal, „aber das ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht entschieden“, so Attal.
Des Weiteren hob der Regierungssprecher die Wichtigkeit der Booster-Impfung für die Pflegekräfte hervor.
Mittlerweile sind laut ZDF-Angaben mehr als 75 Prozent aller Franzosen durchgeimpft – das sind 87,2 Prozent der impfbaren Bevölkerung. Damit liege Frankreich weltweit unter den Spitzenreitern, wird Macron zitiert.
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