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Frankreich setzt weiter auf Atomenergie: Macron kündigt Bau neuer Kernkraftwerke an

© REUTERS / BENOIT TESSIERAtomkraftwerk in Dampierre-en-Burly, Frankreich
Atomkraftwerk in Dampierre-en-Burly, Frankreich - SNA, 1920, 10.11.2021
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Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will das französische Atomprogramm neu starten. Er kündigte in seiner Rede an die Franzosen am Dienstagabend den Bau von Atomkraftwerken der neuen Generation des Typs EPR an. Aber auch die Entwicklung erneuerbarer Energien soll fortgesetzt werden.
„Um Frankreichs Energieunabhängigkeit zu garantieren, die Stromversorgung unseres Landes zu gewährleisten und unsere Ziele, insbesondere die CO2-Neutralität im Jahr 2050, zu erreichen, werden wir erstmals seit Jahrzehnten den Bau von Kernreaktoren in unserem Land wieder aufnehmen“, zitieren französische Medien aus Macrons Rede im Fernsehen.
Das Staatsoberhaupt hatte bereits Mitte Oktober Investitionen in Höhe von einer Milliarde Euro in kleine Kernreaktoren (SMR) angekündigt. „Wenn wir unsere Energie zu vernünftigen Preisen bezahlen wollen, müssen wir weiter Energie sparen und in die Produktion von CO2-freier Energie auf unserem Boden investieren“, zitiert die Zeitung „Le Parisien“ Macron.
Frankreich, das dank 18 in Betrieb befindlichen Kernkraftwerken mit insgesamt 56 Reaktoren den Großteil seines Stroms aus Kernkraft bezieht, errichtet derzeit nur einen Kernreaktor der neuen Generation in Flamanville am Ärmelkanal, dessen Bau noch 2007 begann. Für den Reaktor wurde vor kurzem die Betriebsgenehmigung erteilt, doch die Inbetriebnahme wurde auf Ende 2022 verschoben, weil undichte Schweißnähte in der Stahlhülle entdeckt wurden. Die Kosten liegen statt ursprünglich veranschlagter 3,3 Milliarden nun wohl bei mehr als zwölf Milliarden Euro.
Gerhard Schröder - SNA, 1920, 02.11.2021
Kohleausstieg hängt von Gas als Brückentechnolgie ab - Schröder
Der staatliche Elektrizitätskonzern EDF legte der Regierung im Frühjahr einen Bericht über die Machbarkeit des Baus von sechs neuen EPR-Reaktoren vor. Neben der industriellen Herausforderung hat der Rechnungshof voriges Jahr den „großen“ finanziellen Aufwand eines solchen Programms unterstrichen und die Baukosten von sechs EPRs der neuen Generation (EPR2) auf 46 Milliarden Euro beziffert.
Vor zwei Wochen hat der Netzbetreiber RTE einen Bericht veröffentlicht, in dem der Bau von Reaktoren vom Typ EPR empfohlen wird. „Die Szenarien mit neuen Kernreaktoren erscheinen wettbewerbsfähiger“, zitiert „Le Parisien“ dessen Autoren. Der französische Präsident hat nun offenbar beschlossen, den Empfehlungen zu folgen.
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