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Fairer als Lockdown für alle: Bartsch fordert bundesweites 2G-Modell

© AP Photo / Michael ProbstFrankfurt
Frankfurt  - SNA, 1920, 10.11.2021
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Vor dem Hintergrund der neuen Höchstwerte bei den Corona-Zahlen hat Linksfraktionschef Dietmar Bartsch bundesweite Einschränkungen für Ungeimpfte gefordert, die nicht als genesen gelten. Damit könnten ein neuer Lockdown für die geimpfte Mehrheit und ein Kollaps des Gesundheitssystems vermieden werden, begründete der Politiker seinen Vorstoß.
In Deutschland waren binnen vergangenen Tages nach Angaben des Robert Koch-Instituts mit knapp 39.700 so viele Neuinfektionen wie noch nie seit Beginn der Pandemie registriert worden.

„Es geht um eine Güterabwägung und um die Frage, was ist der größere Grundrechtseingriff: ein erneuter Lockdown mit katastrophalen Folgen, insbesondere für Kinder und Familien, oder ein bundesweit geltendes 2G-Modell“, sagte Bartsch der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Beim 2G-Modell haben nur Geimpfte oder Genesene Zugang zu bestimmten Einrichtungen oder Veranstaltungen. Bei einer 3G-Regel dürfen zusätzlich auch negativ Getestete rein. Nach Einschätzung des Linksfraktionschefs ist die Corona-Lage in Deutschland wieder außer Kontrolle. Bei der Grundfrage der Pandemiebekämpfung dürfe es deshalb keinen Flickenteppich und keine falschen Rücksichtnahmen geben.
„Lockdown für alle oder Einschränkungen für Ungeimpfte? Das wird die entscheidende Frage dieses Corona-Winters, vor der sich die Ampel nicht wegducken darf“, sagte Bartsch.
Virologe Christian Drosten (Archivbild) - SNA, 1920, 09.11.2021
Neue Einschränkungen in Sicht? Drosten spricht von „Corona-Notfallsituation“ in Deutschland
Seiner Ansicht nach wäre es ein „maximal unverhältnismäßiger Grundrechtseingriff, für die geimpfte Mehrheit dieses Landes einen neuerlichen Lockdown zu verordnen und das Gesundheitssystem an den Kollaps zu führen“.
Die Gesundheitsämter in Deutschland hatten binnen eines Tages 39.676 neue Corona-Fälle gemeldet, wie aus Zahlen des RKI von Mittwochmorgen hervorgeht. Der bisherige Höchststand war am Freitag mit 37.120 erreicht (Vorwochenwert: 20.398) worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt laut RKI-Angaben mittlerweile bei 232,1 und hat damit den dritten Tag in Folge einen Höchstwert erreicht. Vor einer Woche hatte die Inzidenz noch bei 146,6 gelegen.
In ihrem Gesetzentwurf für das künftige bundesweite Corona-Regelwerk stellen SPD, Grüne und FDP als Parteien der voraussichtlichen Ampel-Koalition es den Bundesländern frei, ob sie 3G- oder 2G-Regeln anordnen.
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