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Neues aus der Mutantenforschung: Bei „My“-Variante aus Südamerika Impfdurchbrüche möglich

© SNA / Konstantin Mikhalchevski / Zur BilddatenbankCorona-Impfung
Corona-Impfung  - SNA, 1920, 09.11.2021
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Die „My“-Variante des SARS-Coronavirus-2 weist die bislang höchste Resistenz gegen Antikörper geimpfter und genesener Menschen auf und steht im Verdacht für mehr Impfdurchbrüche zu sorgen. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher aus Japan, die Versuche mit Blutplasma von geimpften und genesenen Personen durchgeführt hatten.
Seit September wird die südamerikanische „My“-Variante des SARS-Coronavirus-2 laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „Variante von Interesse“ (Englisch: Variant of interest) gelistet. Sie hat sich im Sommer dieses Jahres vor allem in Kolumbien stark ausgebreitet, ist mittlerweile nicht nur in diversen südamerikanischen Ländern vertreten, sondern auch in Europa vereinzelt anzutreffen. Und sie zeichnet sich durch die bislang höchste Resistenz gegen Antikörper aus – sowohl bei geimpften als auch genesenen Personen und kann deshalb zu mehr Impfdurchbrüchen führen.
Das legen Untersuchungen japanischer Forscher nahe, die im New England Journal of Medicine vorgestellt wurden. Konkret wurde dabei die Fähigkeit von Blutplasma von 13 genesenen und 14 mit dem Biontech-Impfstoff geimpften Personen auf ihre Fähigkeit getestet, das Virus zu neutralisieren. Dabei zeigte sich, dass das Virus 10,6-fach resistenter gegen Genesenen-Antikörper und 9,1-fach resistenter gegen Antikörper Geimpfter war. Zum Vergleich wurde der sogenannte Wildtypus aus Wuhan herangezogen, also das Virus, wie es zu Pandemiebegann die Runde machte.

Erstmal nur eine Orientierung

Im Vergleich zu „My“ fällt die gefürchtete Delta-Variante mit einer 3,8-fachen Resistenz bei Genesenen und einer 2,9-fachen Reistenz bei Biontech-Geimpften deutlich schwächer aus. Am nächsten am „My“ steht „Beta“, die in Südafrika entstanden ist. Hier hat man es mit einer 7-fachen Resistenz bei Antikörpern Geneser und mit einer 7,6-facher Resistenz gegen Antikörper mit Biontech-Geimpfter zu tun.
Mikroskop (Symbolbild) - SNA, 1920, 02.11.2021
Englische Gesundheitsbehörde: Delta-Variante so infektiös wie Alpha-Variante
Die Zahl der Plasmaproben zeigt schon: Es ist mehr Forschung nötig, um diese Aussagen auf eine solide Basis zu stellen. Umgekehrt kann das auch bedeuten, dass die Zahlen sich noch ändern werden, wenn mehr Plasmaproben untersucht werden. Aber als erste Orientierung sollten die Zahlen aus Japan schon dienen können.
Zum Hintergrund: Impfdurchbruch und die Erkrankung, die auf den Durchbruch folgt, sind zwei Paar Schuhe. Eine verringerte Bindung von Antikörpern heißt nicht, dass das Virus sich genauso ausbreiten kann, wie es ohne Impfung oder überstandene Krankheit gewesen wäre. Nach derzeitigem Kenntnisstand senken Impfungen oder durchgemachte Erkrankungen den Schweregrad erneuter Covid-19-Erkrankungen deutlich.
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