Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Wegen „Kollaboration“ mit Israel: Zwei Palästinenser in Gaza zu Todesstrafe verurteilt

© AFP 2021 / MOHAMMED ABEDGaza-Stadt
Gaza-Stadt - SNA, 1920, 09.11.2021
Abonnieren
Ein Militärgericht in Gaza hat drei Palästinenser zum Tod verurteilt, wobei zwei Todesurteile wegen angeblicher Kollaboration mit Israel verhängt wurden. Dies geht aus einer Mitteilung der militärischen Justizbehörde im von der militanten islamistischen Bewegung Hamas regierten Gazastreifen hervor.
Demnach umfassen die vom Militärgericht kürzlich erlassenen Urteile drei Todesurteile, zwei davon gegen Kollaborateure mit der Besatzungsmacht und das dritte gegen einen Drogendealer“.
Darüber hinaus seien Urteile in elf weiteren Strafverfahren gefällt worden, die ebenfalls wegen „Kollaboration mit der Besatzungsmacht“ und Drogenhandels eingeleitet worden seien. Ein Angeklagter sei zu lebenslanger Haft und ein weiterer zu lebenslanger Haft mit Zwangsarbeit verurteilt worden. Die anderen seien mit Freiheitsstrafen von vier bis 15 Jahren bestraft worden. Eine Person, die wegen Drogenhandelsvorwürfen angeklagt worden sei, sei wegen unzureichender Beweise freigesprochen worden.
Die im Gazastreifen ansässige Menschenrechtsorganisation Al Mezan Center for Human Rights hat nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP ein Moratorium für die Todesstrafe in der Enklave gefordert und erklärt, sie sei „zutiefst besorgt über die unaufhörliche Verhängung von Todesurteilen durch die Militärjustiz“.
Ende Oktober hatte die Hamas bekannt gegeben, dass sie sechs palästinensische „Informanten“ wegen Kollaboration mit Israel zum Tode verurteilt hat. Zwei von ihnen sollen sensible und genaue Informationen weitergegeben haben, die die Tötung von militanten Palästinensern durch Israel verursacht haben sollen.
Zuletzt hatte die Hamas im Jahr 2016 Todesurteile vollstreckt, damals an drei verurteilten Mördern. Seither wurden zwar noch Todesurteile verhängt, aber nicht vollstreckt.
Nach palästinensischem Recht muss die Todesstrafe vom Präsidenten der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmud Abbas, genehmigt werden. Die Hamas im Gazastreifen hat jedoch eine Reihe von Hinrichtungen vollstreckt, ohne um seine Zustimmung zu ersuchen.
Israels Raketenabwehrsystem „Iron Dome“ im Einsatz - SNA, 1920, 12.09.2021
Spannungen zwischen Israel und Hamas – Angriffe gehen weiter
Die Hamas war im Gazastreifen 2007 gewaltsam an die Macht gekommen; Israel verschärfte daraufhin die Blockade des Küstenstreifens.
Seitdem lieferte sich die Hamas 2008, 2012, 2014 und 2021 gewaltsame Auseinandersetzungen mit Israel. Beim elftägigen bewaffneten Konflikt im Mai 2021 kamen im Gazastreifen nach Angaben der Gesundheitsbehörde 255 Menschen ums Leben. In Israel sollen nach offiziellen Angaben 13 Menschen durch palästinensischen Raketenbeschuss getötet worden sein. Die EU, Israel und die USA stufen die Hamas als Terrororganisation ein.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала