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Afghanistan
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Taliban-Vizepremier trifft WFP-Chef: Nahrungsmittelkrise im Mittelpunkt

© AFP 2021 / HOSHANG HASHIMILage in Afghanistan, Oktober 2021
Lage in Afghanistan, Oktober 2021 - SNA, 1920, 08.11.2021
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Der Vizepremier der Taliban*-Regierung Abdul Salam Hanafi und der Exekutivdirektor des UN-Welternährungsprogramms (World Food Programme - WFP) David Beasley haben am Wochenende in Kabul die Lage in Afghanistan besprochen. Das teilte der offizielle Sprecher der radikal-islamistischen Bewegung, Inamullah Samangani, am Sonntag auf Twitter mit.
Die Vereinten Nationen erarbeiten laut Beasley Mechanismen zur Verbesserung der Wirtschaftssituation und Verhinderung einer humanitären Katastrophe in Afghanistan, wo 23 Millionen der insgesamt 37 Millionen Einwohner vom Hunger bedroht seien. Wie Hanafi sagte, sei Afghanistan bereit zur Kooperation mit UN-Behörden und brauche ihre Unterstützung.
Am 4. November begann das WFP laut afghanischen Medien mit der Verteilung von Bargeld an arme Familien in Afghanistan. Die Organisation stellt monatlich 3500 Afghani (etwa 38 US-Dollar) Familien mit niedrigem Einkommen zur Verfügung, um der Bevölkerung durch die anhaltende Wirtschaftskrise zu helfen und die Armut im Land zu bekämpfen. Über 4000 Familien werden in den nächsten vier Monaten Anspruch auf WFP-Zahlungen haben.
Seit der Machtergreifung der Taliban in Afghanistan Anfang September erlebt das Land eine Verschlechterung seiner wirtschaftlichen und humanitären Lage. Deutschland stellt in diesem Jahr zusätzliche 600 Millionen Euro für humanitäre Hilfe in Afghanistan zur Verfügung, wie es der Webseite des Auswärtigen Amtes hervorgeht. Die Hilfe kommt über Partnerorganisationen, wie das WFP oder das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) den Menschen direkt zugute.
Open Air Pressekonferenz der Initiative Luftbrücke Kabul am 01. September 2021 vor dem Bundesinnenministerium in Berlin (von links nach rechts: Mattea Weihe - auch aktiv bei Seawatch; Thomas Hoffmann; Theresa Breuer - online zugeschaltet; Ruben Neugebauer) - SNA, 1920, 01.11.2021
Deutsche Botschaften stellen 1600 Einreisevisa für flüchtige Afghanen aus
Mit einer großen Charge humanitärer Hilfe will auch Russland einspringen. Wie der russische Botschafter in Kabul, Dmitri Schirnow, dem Sender Rossija-1 am Sonntag mitteilte, sollen mehrere Sonderflüge schon im November organisiert werden, die humanitäre Fracht nach Afghanistan bringen und russische Staatsbürger ausfliegen werden. Diese Flugzeuge würden auch afghanische Stipendiaten an russischen Universitäten mitnehmen, die kein Geld für Tickets haben. „Die Ausbildung soll fortgesetzt werden, und die Taliban unterstützen dies“, sagte der Botschafter.
*Die Organisation ist wegen Terror-Aktivitäten mit UN-Sanktionen belegt
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