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Supervulkan könnte ohne Vorwarnung ausbrechen – Studie

© AP Photo / Salvatore AllegraVulkan Ätna (Italien)
Vulkan Ätna (Italien) - SNA, 1920, 08.11.2021
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Extreme Erdbeben, stark aufsteigendes Erdmaterial – und dann ein gigantischer Ausbruch. Das ist das Bild von Ausbrüchen von Supervulkanen. Aber das Magma kann sich auch leise in der Kammer ansammeln und ohne jede Vorwarnung zur Explosion führen, wie eine neue Studie am indonesischen Tobavulkan zeigt.
Der Toba-Supervulkan auf der indonesischen Insel Sumatra hatte inder Vergangenheit zwei verheerende Ausbrüche zu verzeichnen. Der eine ereignete sich vor etwa 840.000 und der andere vor knapp 75.000 Jahren. Einer Theorie zufolge haben diese Ausbüche nicht nur ganz Südasien mit Asche überzogen, sondern auch einen jahrzehntelangen vulkanischen Winter herbeigeführt, bei dem die globalen Temperaturen um drei bis fünf Grad fielen.

Steter Magmazufluss führt zum Vulkanausbruch

Und solche Ausbrüche könnten ohne Vorwarnung kommen, wie eine neue Studie am Tobasee zeigt, der heute die Ausbruchsstelle bedeckt. Denn diese scheinen nicht durch einen plötzlichen Einbruch von Magma in die Vulkankammer zustande gekommen zu sein, sondern durch einen kontinuierlichen, langsamen Zufluss.

Warnzeichen eines Vulkanausbruchs können ausbleiben

„Unsere Studie zeigt, dass einer Super-Eruption keine Extrem-Ereignisse vorangehen müssen“, erklärt Luca Caricchi, Geowissenschaftler von der Universität Genf, gegenüber dem Wissenschaftsportal „Sciencealtert“.

„Das bedeutet, dass eine bevorstehende Super-Eruption nicht durch Anzeichen wie eine drastische Zunahme von Erdbeben oder einen rapiden Auftrieb von Erdmaterial angekündigt werden müssen, wie wir sie aus Katastrophenfilmen der Filmindustrie kennen.“

Zudem füllte sich die Magmakammer laut Analyse vor dem zweiten Ausbruch deutlich schneller. Hatte diese für die erste Eruption 1,4 Millionen Jahre gebraucht, war der Druck für die zweite bereits nach 600.000 Jahren erreicht. Das hängt laut den Forschern mit einem Anstieg der Temperatur der Kontinentalkruste um die Magmakammer zusammen, die einen „Teufelskreis“ auslöst. „Je mehr Magma die Erkruste erwärmt, desto langsam kühlt das Magma ab und desto schneller sammelt sich Magma an“, bemerkt dazu der Geologe Ping-Ping Liu von der Universität Peking.
Zu ihren Ergebnissen sind die Forscher durch Analyse des Minerals Zirkon gelangt, das bei explosiven Vulkanausbrüchen entsteht. Mit Massenspektroskopie ermittelten sie das Alter der Minerale. Damit konnten sie auf die Ausbruchszeitpunkte und den Zeitraum zurückschließen, über den sich das Magma in der Kammer angesammelt hatte. Außerdem schätzten sie das gegenwärtige Magmareservoir unter dem Tobasee auf 320 Quadratkilometer ein. Eine Insel, die im Zentrum des Sees liegt, steigt jährlich an, was laut den Forschern ein Hinweis ist, dass der Tobavulkan weiterhin aktiv ist.
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