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Nur knapp hinter Ruanda und Tschechien: „Deutsche zahlen weltweit höchste Strompreise“ – Studie

Strom (Symbolbild) - SNA, 1920, 08.11.2021
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Unter den sogenannten Industrieländern ist Deutschland einer neuen Erhebung zufolge der Staat, wo die Menschen die höchsten Strompreise zahlen – im weltweiten Vergleich gesehen. Seit dem Jahr 2000 haben sich demnach die Kosten für Elektrizität verdoppelt. Relativ günstig sei Strom in Kanada, den USA und Skandinavien, heißt es.
„Deutsche zahlen global fast die höchsten Strompreise“, titelte das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ am Montag und berichtete über eine neue internationale Analyse. Diese Erhebung hat jüngst das Vergleichsportal „Verivox“ mit Daten des Energiedienstleisters „Global Petrol Prices“ durchgeführt.
„Insgesamt haben sich die Strompreise in Deutschland seit der Jahrtausendwende mehr als verdoppelt“, schreibt das Magazin mit Blick auf die Erhebung, welche kaufkraftbereinigt weltweite Strompreise miteinander vergleicht.
In der Bundesrepublik sei Elektrizität teurer als in den meisten anderen Ländern der Welt, so das Fazit.

„Höhere Preise gibt es fast nur in Entwicklungsländern und gescheiterten Staaten.“

Glühbirne (Symbolbild) - SNA, 1920, 06.11.2021
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Insgesamt liege Deutschland im internationalen Ranking auf Platz 15. „Die meisten Staaten mit noch höheren Strompreisen sind krisengeschüttelte Entwicklungsländer wie Ruanda, Sierra Leone oder Burkina Faso, in denen sich manche Einwohner gar keine Elektrizität leisten können“, heißt es.
Die einzigen EU-Länder, in denen der Strompreis demnach noch höher sei als in Deutschland, wären Tschechien (Rang 13) und Rumänien (Rang 14).
Deutsche Verbraucher mussten laut „Verivox“ im Oktober 2021 durchschnittlich 34,79 Cent pro Kilowattstunde Strom zahlen. „Die Kosten sind damit den vierten Monat in Folge auf einen Rekord gestiegen. Innerhalb der vergangenen zwölf Monate hat sich Strom für Verbraucherinnen und Verbraucher durchschnittlich um 20,9 Prozent verteuert.“ Der Preisanstieg sei so stark wie noch nie. Dabei sei die aktuell steigende Inflation noch gar nicht mit eingerechnet, so das Magazin.
Die Preisdaten würden den Erstellern der Analyse demzufolge zeigen: „Strom ist in Deutschland durchschnittlich 174 Prozent teurer als im Rest der Welt. (...) Im weltweiten Vergleich am günstigsten ist Strom aktuell in Venezuela. Aufgrund der andauernden hyperinflationären Entwicklung kostet eine Kilowattstunde hier umgerechnet 0,00036 Cent, gefolgt vom Sudan mit 0,24 Cent. In Libyen (0,38 Cent), Iran (0,46 Cent), Äthiopien (0,68 Cent) und Kirgistan (0,84 Cent) liegen die Kosten ebenfalls unter einem Cent je Kilowattstunde.“
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Die Bundesrepublik sei demnach „mit großem Abstand“ das Land unter den G20-Staaten mit der teuersten Elektrizität.

„In Italien und Großbritannien, die auf Platz zwei und drei folgen, sind die Strompreise kaufkraftbereinigt rund zehn respektive 12,5 Cent günstiger.“

In vielen anderen Ländern mit hohem Lebensstandard sei Strom kaufkraftbereinigt sogar „mindestens die Hälfte günstiger als hierzulande.“ Dazu würden Kanada, Norwegen, die USA, Schweiz, Finnland, Schweden und die Niederlande zählen.
„Verivox“ gehört zur ProSieben-Sat.1-Gruppe. Geld erwirtschaftet das Unternehmen nach eigenen Angaben unter anderem durch Werbung und Vermittlungsprovisionen.
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