Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

„Gehört für viele zum Jahreswechsel“: Städtetag lehnt generelles Böllerverbot an Silvester ab

© CC0 / Nathan Wright/pixabaySilvester-Feuerwerk auf der Oberbaumbrücke in Berlin (Symbolbild)
Silvester-Feuerwerk auf der Oberbaumbrücke in Berlin (Symbolbild) - SNA, 1920, 08.11.2021
Abonnieren
Der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetags, Helmut Dedy, hat sich in einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ) am Montag gegen ein generelles Böllerverbot ausgesprochen.
„Ein solches Verbot ist nicht nötig“, sagte Dedy. Laut dem Chef des größten kommunalen Spitzenverbands in Deutschland spricht in der Tat vieles dafür, dass Zünden von Knallern und Raketen nach Bedarf einzuschränken wäre. Wo Feuerwerk verboten werden sollte, könnten die Städte aber am besten vor Ort entscheiden. „Noch ist es zu früh, um die Corona-Lage einzuschätzen, die uns zu Weihnachten und Silvester bevorsteht“, findet der Städtetags-Chef.
„Silvesterfeuerwerk gehört für viele Menschen zum Jahreswechsel dazu“, so Dedy.
Auch der CDU-Vizefraktionschef im Bundestag, Thorsten Frei, hält ein erneutes bundesweites Böllerverbot für zu weitgehend. „Angesichts des Auslaufens der epidemischen Lage und der aktuellen Impfquote wäre ein solches Verbot ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Grundrechte“, sagte Frei gegenüber der NOZ.
Feuerwerke und Böller für Silvester in einem Warenhaus in Berlin (Archivbild) - SNA, 1920, 06.11.2021
Polizeigewerkschaften wollen Böllerverbot und Feuerwerke an kontrollierten Plätzen an Silvester
Wegen der Corona-Pandemie und Sicherheitsbedenken hatten die Polizeigewerkschaften am Samstag ein Böllerverbot an Silvester gefordert. Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, forderte Kommunen dazu auf, „sogenannte Böllerverbote möglichst restriktiv auszusprechen und genügend Ordnungskräfte zur Überwachung bereitzuhalten“.
Als Alternative schlug der stellvertretende Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, ein „kontrolliertes Abbrennen von Feuerwerk an zentralen Orten“ oder eine Laser-Show mit musikalischer Untermalung vor.
Feuerwehr (Symbolbild) - SNA, 1920, 28.12.2020
Trotz Verkaufsverbots von Pyrotechnik: Berliner Feuerwehr plant an Silvester mit Ausnahmezustand
Letztes Jahr hatte es wegen des harten Corona-Lockdowns ein Verkaufsverbot für Feuerwerke deutschlandweit gegeben. Um Ansammlungen von Menschen angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen zu vermeiden, war das Böllern und Abbrennen von Feuerwerken auf öffentlichen und belebten Plätzen nicht gestattet. Regional gab es dabei verschiedene Lösungen, weil die Umsetzung des Verbots einzelnen Ländern und Gemeinden unterliegt.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала