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Wegen „Falschinformationen“: Zeitungsgebäude bei Corona-Demo in Ostfrankreich gestürmt

© AFP 2021 / CLEMENT MAHOUDEAUTeilnehmer einer Demonstration gegen den obligatorischen Gesundheitspass in Marseille am 17. Juli 2021.
Teilnehmer einer Demonstration gegen den obligatorischen  Gesundheitspass  in Marseille am 17. Juli 2021.  - SNA, 1920, 07.11.2021
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Mindestens 100 Teilnehmer einer Demonstration gegen die Corona-Auflagen im ostfranzösischen Belfort haben am Samstagnachmittag das Gebäude der Regionalzeitung „L'Est Républicain“ gestürmt und versucht, in die Redaktion einzudringen.
Die Tür habe dem Ansturm standgehalten, obwohl die Demonstranten sich mit ihren Schultern dagegen geworfen hätten, berichtete die „L'Est Républicain“. Sie hätten der Zeitung vorgeworfen, Falschinformationen und Lügen zu verbreiten. Im Gebäude hätten sie eingerahmte alte Zeitungsartikel von der Wand gerissen und zerstört. Zudem hätten die Demonstranten mit Eiern geworfen.
Sie seien auch in die Stadtbibliothek eingedrungen und hätten vor einer Krankenversicherung randaliert. Die Polizei sei nicht eingeschritten, da es zu wenig Kräfte vor Ort gegeben habe, um sich der gewalttätigen Menschenmenge entgegenzustellen, hieß es.
Der Präfekt von Belfort, Jean-Marie Girier, verurteilte die Gewalt und das Eindringen in das Zeitungsgebäude. Die Justiz sei eingeschaltet worden und für die folgenden Kundgebungen würden Konsequenzen gezogen, teilte die Präfektur via Twitter mit.
Bislang hätten die Behörden solche Aktionen toleriert, denen niemals Genehmigungsanträge vorausgegangen seien. Nun würden alle Optionen in Betracht gezogen, um öffentliche Unruhen zu verhindern.
Seit mehreren Monaten gibt es in Frankreich landesweit Proteste gegen die Corona-Beschränkungen der Regierung. An diesem Wochenende kamen Berichten zufolge rund 29.000 Menschen zusammen, was nur noch ein Bruchteil der Teilnehmer bei den ersten Kundgebungen im Sommer sei.
Eisenbahngleise (Symbolbild) - SNA, 1920, 05.11.2021
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