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Chef von Russlands größter Bank sieht Planungsfehler als Hauptursache für Energiekrise in Europa

© REUTERS / SPUTNIKRusslands Präsident Wladimir Putin und Sberbank-Chef German Gref
Russlands Präsident Wladimir Putin und Sberbank-Chef German Gref - SNA, 1920, 07.11.2021
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Der Chef der größten russischen Bank Sberbank und Ex-Minister für wirtschaftliche Entwicklung Russlands, German Gref, hat sich zu den Ursachen der Energiekrise in Europa geäußert.
„Erstens: Angesichts eines hohen Tempos des Wiederaufbaus der Weltwirtschaft hat sich die globale Konkurrenz um Energieträger verschärft. Zweitens: Die Produktion erneuerbarer Energien, vor allem durch Windkraftwerke, ist zurückgegangen“, sagte Gref in einem Interview der Agentur RIA Novosti.
Die dritte Ursache sei ein rekordniedriges Niveau der Gasvorräte in den unterirdischen Speichern Europas, wobei es trotz Defizits keine Zusatzlieferungen gebe. So habe Europa am 13. Oktober damit begonnen, aktiv Gas aus seinen Speichern zu entnehmen. Zu diesem Zeitpunkt seien die Speicher zu etwas mehr als 78 Prozent gefüllt gewesen, was um 14 Prozentpunkte weniger sei als im Durchschnitt.
Die Wurzeln der Krise liegen nach Meinung Grefs in Fehlern der europäischen Länder bei der Planung ihrer Energieumstellung.
„Wir sind der Ansicht, dass die heutige Energiekrise in Europa keine Krise erneuerbarer Stromenergetik, sondern eine Krise der Planung der Energiewende und eine Gaskrise sei“, so Gref.
Mitarbeiter des russischen Energiekonzerns Gazprom an einer Gasförderstation in Russland (Archivbild) - SNA, 1920, 03.11.2021
Gazprom will keine zu hohen Gaspreise – stellvertretende Vorstandsvorsitzende
Er stimme mit dem Präsidenten Russlands überein, der auf Mängel bei der Planung der europäischen Energieumstellung verwiesen und angemerkt habe, dass die europäischen Regulatoren einen Fehler begangen hätten, indem sie auf das System langfristiger Gasverträge verzichtet hätten. „Früher hatten die Europäer Gas zu mehr als 90 Prozent nach langfristigen Verträgen gekauft, und das garantierte die Stabilität all ihrer Bemühungen“, sagte Gref.
Seiner Meinung nach werden die Spielregeln nicht durch den Preisboom bei Energieträgern und die wachsenden Stromkosten verändert, die aufgedeckten Systemprobleme sollten jedoch gemeinsam gelöst werden. Gref schloss nicht aus, das die EU-Kommission und die nationalen Regierungen die Prioritäten der Energiepolitik bei einer Fazitziehung des Jahres 2021 revidieren werden.
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