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Telefonat Lawrow-Abdollahian: Aussichten für Neustart der Atomverhandlungen im Fokus

© SNA / Anton BystrowIranische Flaggen in Teheran
Iranische Flaggen in Teheran - SNA, 1920, 06.11.2021
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Die Außenminister Russlands und des Irans, Sergej Lawrow und Hossein Amir Abdollahian, haben am Samstag in einem Telefongespräch die Perspektiven für die Wiederaufnahme der Verhandlungen über den Atomdeal in Wien erörtert. Dies teilte das Außenministerium Russlands mit.
Die Verhandlungen zur Wiederaufnahme des Gemeinsamen umfassenden Aktionsplans (JCPOA) für das iranische Nuklearprogramm und die Aufhebung der US-Sanktionen sollen am 29. November wiederaufgenommen werden.
Nach Angaben des Außenministeriums hat das Telefonat auf Initiative der iranischen Seite stattgefunden.

„Das Hauptaugenmerk galt der Situation um den Gemeinsamen umfassenden Aktionsplan (JCPOA) für das iranische Nuklearprogramm und die Perspektiven für die Wiederaufnahme des Verhandlungsprozesses zu JCPOA. Die Seiten sprachen sich für die Wiederaufnahme des ‚Nukleardeals' und dessen ursprüngliche ausbilanzierte Konfiguration aus, die vom UN-Sicherheitsrat gebilligt wurde. Bestätigt wurde, dass dies der einzig richtige Weg zur Gewährleistung der Rechte und der Interessen aller Teilnehmer der umfassenden Vereinbarungen sei, hieß es beim Außenamt.

Die Gesprächspartner behandelten außerdem das Thema des bevorstehenden Besuchs von IAEO-Generalsekretär Rafael Grossi in Teheran und etliche aktuelle Fragen der bilateralen und der regionalen Tagesordnung, darunter die Situation in Afghanistan und um dieses Land sowie die Sachlage in Südkaukasien.
Großbritannien, Deutschland, China, Russland, die USA, Frankreich und der Iran hatten im Jahr 2015 den JCPOA beschlossen. Das Abkommen sah die Aufhebung der Sanktionen im Austausch gegen die Einschränkung des iranischen Nuklearprogramms als Garantie dafür, dass Teheran keine Kernwaffen besitzt. Im Mai 2018 traf der damalige US-Präsident Donald Trump den Beschluss über den einseitigen Ausstieg aus dem Atomdeal und die Wiederaufnahme harter Sanktionen gegen Teheran. Daraufhin kündigte der Iran eine schrittweise Reduzierung seiner Verpflichtungen im Rahmen des Abkommens an und lehnte dabei die Einschränkungen bei Atomforschungen, der Arbeit an Zentrifugen und der Urananreicherung ab.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow (Archivbild) - SNA, 1920, 31.10.2021
Moskau gegen jegliche Änderungen im Atom-Deal mit Iran
In Wien laufen Verhandlungen über die Wiederaufnahme des JCPOA und die Aufhebung der US-Sanktionen gegen den Iran. Am 20. Juni wurde die sechste Gesprächsrunde abgeschlossen. Laut dem ständigen Vertreter Russlands bei den internationalen Organisationen in Wien, Michail Uljanow, sei die Arbeit zur Wiederaufnahme des Abkommens zu fast 90 Prozent beendet. Es blieben noch politische Details, die mit den Verpflichtungen der USA und mit der Art und Weise verbunden seien, wie Washington ihnen in Zukunft nachkommen werde, so Uljanow.
Jake Sullivan, Sicherheitsberater des US-Präsidenten Joe Biden, hat Ende Oktober mitgeteilt, dass die USA bereit seien, die gutnachbarlichen Verhandlungen mit dem Iran zur Wiederaufnahme des Nukleardeals wiederaufzunehmen.
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