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„Auch ihr Herz hat noch geschlagen!“: Erneute Proteste in Polen gegen strenges Abtreibungsgesetz

© AP Photo / Czarek SokolowskiProtest in Polen gegen strenges Abtreibungsgesetz (November 2021)
Protest in Polen gegen strenges Abtreibungsgesetz (November 2021) - SNA, 1920, 06.11.2021
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Der Tod einer 30 Jahre alten schwangeren Frau names Izabela in Polen hat erneut Kritik am scharfen Abtreibungsgesetz im Land ausgelöst. Tausende Menschen haben an diesem Samstag gegen das Gesetz protestiert.
Menschen mit Kerzen und Transparenten mit der Aufschrift „keine Weitere“, „Gleichgültigkeit ist Komplizenschaft“ und „Auch ihr Herz hat noch geschlagen!“ marschierten in mehreren Städten Polens, darunter in Pszczyna in Südpolen, wo die Frau lebte.
Izabela ging laut ihrer Familie im September ins Krankenhaus in Pszczyna, nachdem ihre Fruchtblase gebrochen war. Scans hatten zuvor zahlreiche Defekte beim Fötus gezeigt. Aber die Ärzte weigerten sich, die Schwangerschaft abzubrechen, während der Fötus noch einen Herzschlag hatte.
Laut Aktivisten ist der Tod von Izabela, die in der 22. Schwangerschaftswoche an einem septischen Schock gestorben sei, auf das strenge Abtreibungsverbot Polens zurückzuführen.
Die Regierung sagt, das Gerichtsurteil, wonach Abtreibungen aufgrund von Fehlbildungen des Fötus gegen die Verfassung verstoßen, sei nicht für Izabelas Tod verantwortlich, sondern eher ein Fehler der Ärzte. Polens Gesundheitsminister Adam Niedzielski versprach, Richtlinien herauszugeben, um deutlich zu machen, wann Abbrüche legal seien.
Seit Januar finden in Polen Proteste wegen der Verschärfung des Abtreibungsgesetzes statt. Die Organisatoren fordern den Rücktritt der Regierung und den von Jaroslaw Kaczynski, dem Vorsitzenden der regierenden Partei für Recht und Gerechtigkeit in Polen.
2020 beschränkte das polnische Verfassungsgericht die zulässigen Gründe für eine Frau, eine Abtreibung durchführen zu lassen. Abtreibungen sind in Polen nur dann legal, wenn die Schwangerschaft das Leben oder die Gesundheit der Frau gefährdet oder wenn sie auf Vergewaltigung oder Inzest zurückzuführen ist. Ein entwicklungsbedingter fetaler Defekt darf nicht mehr als rechtliche Begründung für den Schwangerschaftsabbruch herangezogen werden. Das Urteil, das am 27. Januar in Kraft trat, wird von vielen in der Nation abgelehnt, unter anderem von Frauenrechtsaktivisten.
Schwangere Frau (Symbolfoto) - SNA, 1920, 26.10.2021
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