Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Yukos-Prozess: Berufungsgericht überprüft Urteil über Schadenersatzzahlung Moskaus an Altaktionäre

Gericht (Symbolbild) - SNA, 1920, 05.11.2021
Abonnieren
Der Hohe Rat der Niederlande hat am Freitag in Den Haag das Urteil des Berufungsgerichts zugunsten der Altaktionäre des 2006 für insolvent erklärten Yukos-Ölkonzerns in einem Punkt aufgehoben und das Verfahren zurück an die Berufungsinstanz verwiesen.
Damit gibt es in dem bereits seit sieben Jahren dauernden Rechtsstreit noch keine Entscheidung über die Zahlung von Schadenersatz an die ehemaligen Majoritätsaktionäre von Yukos.
Im Juli 2014 hatte das Schiedsgericht in Den Haag der Klage der ehemaligen Yukos-Aktionäre stattgegeben und Russland verpflichtet, ihnen 50 Milliarden US-Dollar (rund 46 Milliarden Euro) auszuzahlen. Russland bestritt diese Entscheidung, und im April 2016 wurde der Anspruch vom Bezirksgericht in Den Haag als ungültig erklärt. Dagegen hatten die Altaktionäre Berufung eingelegt und Recht bekommen. Daraufhin war Moskau vor den Hohen Rat gezogen. Im Februar 2020 hat das Berufungsgericht in Den Haag Russland zur Schadenersatzleistung verpflichtet.
Volkswagen-Logo (Archiv)  - SNA, 1920, 10.08.2021
Diesel-Skandal: VW-Aktionäre verklagen Porsche-Holding in USA
Mit dem heutigen Gerichtsurteil wurde eingeräumt, dass das Berufungsgericht zu Unrecht aus Verfahrensgründen den Einwand Russlands abgewiesen habe, wonach die Aktionäre im Schiedsverfahren Betrug begangen hätten. Darüber müsse das Gericht in einem neuen Verfahren urteilen.
Russland hat im Mai 2020 beim Hohen Rat der Niederlande in Sachen Yukos Berufung eingelegt. Beim russischen Justizministerium wurde hervorgehoben, dass das Berufungsgericht zahlreiche Verstöße gegen die russischen Regelungen gegen Korruption und Geldwäsche durch den klagenden Teil ignoriert habe. Nach Angaben der Behörde sollen die Ex-Aktionäre die Aktiva des Unternehmens durch Verschwörung, fiktive Versteigerung und Bestechung von für die Privatisierung zuständigen Beamten in ihren Besitz bekommen haben. Zudem hätten die ehemaligen Eigentümer Steuern hinterzogen, Eigentum illegal ins Ausland überführt und Geldwäsche betrieben, hieß es.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала