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Nach fast zweijährigen Ermittlungen: Schlag gegen illegalen Handel mit Arzneimitteln

© CC0 / geralt / PixabayPolizei (Symbolbild)
Polizei (Symbolbild) - SNA, 1920, 05.11.2021
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Das Zollfahndungsamt Essen hat im Auftrag der Staatsanwaltschaft in der Nacht zu Freitag eine Razzia gegen die Arzneimittelkriminalität durchgeführt und Tausende Packungen illegaler Medikamente sowie Bargeld beschlagnahmt. Dem Einsatz sind demnach monatelange aufwendige Ermittlungen vorangegangen.
150 Beamte seien im In- und Ausland im Einsatz gewesen, teilte das Zollfahndungsamt mit. Die Kräfte der Behörde hätten eine Unterstützung durch Spezialkräfte des Zollkriminalamts, der Hauptzollämter Dortmund, Düsseldorf und Münster, des Zollfahndungsamts München, der Polizei Essen und der Technischen Hilfswerke Krefeld, Moers und Wuppertal bekommen.
Vier Haftbefehle und zahlreiche Durchsuchungsbeschlüsse seien dabei vollstreckt worden. Insgesamt seien über 26.000 Packungen illegaler Arzneimittel, rund 56.000 Euro, Kryptowährung im Wert von 6400 Euro sowie mehr als 1000 Gold- und Silbermünzen, Luxusuhren und Handtaschen sowie ein hochwertiges Auto beschlagnahmt worden.
Eine achtköpfige deutsch-polnisch-albanische Tätergruppierung stehe im Verdacht, hinter dem illegalen Handel insbesondere mit rezeptpflichtigen Potenzmitteln zu stecken. Über eine Zulassung als Apotheker habe sie nicht verfügt. Die Medikamente seien über eine Vielzahl an Webseiten im Internet vertrieben worden.
Die Mittel stammten vermutlich aus Asien und seien über Ungarn eingeschmuggelt, in Deutschland gelagert und per Post an Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz versandt worden.
Dabei sei die Gruppe konspirativ vorgegangen. Die vier Hauptverdächtigen wurden festgenommen. Sie seien 32, 33, 34 und 49 Jahre alt und hätten sich diverser Strohleute bedient. Bargeldspürhund „Luke“ habe bei einem der Verdächtigen mehr als 30.000 Euro in einem Geldversteck erschnüffelt.
Einer der Hauptverdächtigen sei aufgrund eines europäischen Haftbefehls am Mittwoch von den niederländischen Behörden festgenommen worden.
Die Einnahmen aus dem Handel sollen sich auf über 3,5 Millionen Euro belaufen. Der Umsatzsteuerschaden betrage mehr als eine halbe Million Euro. Die Ermittlungen und die Auswertung der Beweismittel im Auftrag der Staatsanwaltschaft Essen dauern an.
„(…) Nur eine enge nationale und internationale Kooperation aller Behörden kann Erfolg haben, will man den kriminellen Banden und ihrem skrupellosen Umgang mit der Gesundheit begegnen“, so die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Essen.
Auktion (Symbolbild) - SNA, 1920, 05.11.2021
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