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Kernkraft-Renaissance? Umweltministerin lehnt Atomenergie als mögliche Lösung für Klimaschutz ab

© AP Photo / Maya HitijEin Atomkraftgegner bei einer Demonstration gegen die geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke vor dem Kanzleramt in Berlin (Archivbild)
Ein Atomkraftgegner bei einer Demonstration gegen die geplante Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke vor dem Kanzleramt in Berlin (Archivbild) - SNA, 1920, 05.11.2021
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Angesichts der neu entfachten Debatten zu Kernenergien in Deutschland hat die geschäftsführende Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) in einem Gespräch mit dem Nachrichtenportal „t-online“ am Freitag ein mögliches Wiederaufleben der Atomkraft hierzulande entschieden abgelehnt.
„Es wird keine Renaissance der Atomenergie in Deutschland geben“, wird Schulze von dem Portal zitiert. Aus ihrer Sicht macht es „überhaupt keinen Sinn, in etwas einzusteigen, das viel zu gefährlich, viel zu teuer und viel zu langsam ist, um beim Klimaschutz auch nur irgendwas zur Lösung beizutragen“. Laut der Ministerin könne die Energiewende „nur mit einem beherzten Ausbau der Erneuerbaren Energien“ gelingen.
Atomkraft (Symbolbild) - SNA, 1920, 22.10.2021
Bürgerinitiativen gegen Abschaltung von Kernkraftwerken
Die neuen Energietechniken wie Solar- und Windkraft müssten der Bevölkerung allerdings schmackhafter gemacht werden, findet Schulze, etwa über finanzielle Anreize. „Die Regionen müssen selbst mehr Geld aus den Erneuerbaren Energien bekommen“, so die Ministerin, die derzeit in die laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen SPD, Grünen und FDP eingebunden ist.

Umgehender Atomausstieg?

Angesichts des baldigen Endes der Kernkraftnutzung, die zeitlich mit dem Anstieg von Energiepreisen in Europa zusammenfällt, kam es zu einer Diskussion über ein mögliches Wiederaufleben der Kernenergie in Deutschland. So hatten internationale Energieexperten in einem öffentlichen Brief in der „Welt“-Zeitung gewarnt, dass der Atomausstieg die Kohlenstoff-Emissionen nur noch weiter erhöhen werde, sodass Deutschland sein Klimaziel für 2030 verpassen würde, allen Mühen zum Trotz. Deshalb riefen die Experten die deutsche Politik dazu auf, dass sie ihre Prioritäten so ändert, dass der Kohleausstieg vor dem Atomausstieg erfolgt.
CO2-Emissionen (Symbolbild) - SNA, 1920, 03.11.2021
Alles eine Frage des Klimas?
Die Diskussion um die Nutzung von Kernkraftwerken zum Energiegewinn war laut Medien auch auf dem EU-Sondertreffen vom 26. Oktober in Luxemburg ein Thema. Die EU-Energieminister berieten sich unter anderem darüber, welche Rolle die Atomkraft im Kampf gegen hohe Energiepreise und für mehr Klimaschutz spielen könnte.
Nach dem Atom-Unglück bei dem japanischen Fukushima im Jahr 2011 hatte die Bundesregierung den früheren Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. Demnach sollen die sechs Atomkraftwerke, die in Deutschland noch in Betrieb sind, bis Ende 2022 abgeschaltet sein.
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