Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Übrigens: Wann wird die Sonne zu heiß für die Menschen auf der Erde?

© Foto : Solar Orbiter/EUI Team (ESA & NASA); CSL, IAS, MPS, PMOD/WRC, ROB, UCL/MSSLEin „Lagerfeuer“ auf der Sonne: Bilder des Muttersterns vom Solar Orbiter
Ein „Lagerfeuer“ auf der Sonne: Bilder des Muttersterns vom Solar Orbiter - SNA, 1920, 04.11.2021
Abonnieren
Gerade ringen die Politiker in Glasgow um die Zukunft des Planeten. Bei der Klimakonferenz COP26 soll die Erderwärmung auf unter 1,5 Grad Celsius eingegrenzt werden. Doch es gibt auch Grenzen der Politik, zum Beispiel bei der Frage, wie lange unsere Sonne lebt. Auch da sollte man vorbereitet sein.
Der deutsche Arzt und physiologisch forschende Mediziner Robert Mayer postulierte 1842 das Gesetz von der Erhaltung der Energie, auch bekannt als erster Hauptsatz der Thermodynamik. Womit klar wurde, dass die Sonnenenergie nicht aus dem Nichts kommen konnte. Aber was ist der Brennstoff, der Energie lieferte? Wenn man dies weiß, ließe sich auch eine andere Frage beantworten: Wie lange lebt unsere Sonne?

Energie durch Kernfusion

William Thomson, der spätere Lord Kelvin (nach dem die Einheit Kelvin benannt wurde), fragte rein spekulativ: Was wäre, wenn die Sonne aus reiner, bester Kohle bestünde und außerdem noch genügend Sauerstoff für die Verbrennung zur Verfügung stünde. Das Ergebnis: Nach maximal 8000 Jahren wäre die Sonne restlos ausgebrannt. Man hatte jedoch längst Hinweise für ein deutlich höheres Alter der Erde. Im Jahre 1779 ging der französische Naturforscher Georges Buffon von einer bei ihrer Entstehung glutflüssigen Erde aus. Er schätzte die Dauer des Erkaltungsprozesses ab und kam auf ein Erdalter von 75.000 Jahren. Natürlich konnte die Erde nicht älter sein als ihr Muttergestirn.
Finsternis (Symbolbild) - SNA, 1920, 04.10.2021
Ein Planet, der drei Sonnen umkreist
Nach aktuellem Stand der Wissenschaft gewinnt die Sonne ihre Energie durch Kernfusion: Wasserstoff wird im Sonneninneren bei großem Druck und hoher Temperatur so stark zusammengedrückt, dass es zu einer Kernfusion kommt und Helium entsteht. Diese Reaktion ist exotherm, das heißt, sie gibt mehr Energie frei, als für das Zusammendrücken aufgewendet wird.

Zehn Milliarden Jahre Sonne

Wie der 2018 verstorben Astrophysiker und Hochschullehrer Gerd Küveler 2017 in der Welt schrieb, beträgt die Dauer der Lebensphase unserer Sonne, nach dem gegenwärtigen Modell, als „normaler“ Stern rund zehn Milliarden Jahre. Die Hälfte davon ist mittlerweile vorbei. Tatsächlich wird die Sonne aber nicht kühler, sondern immer heißer. Küveler erklärt:
„Nach rund 900 Millionen Jahren, von jetzt an, wird die Durchschnittstemperatur auf unserer Erde von gegenwärtig 15 auf 30 Grad Celsius angewachsen sein. Für ein solches Szenario sagen die Biologen das Ende allen höheren Lebens voraus.“
In ihrem Inneren heizt sich die Sonne weiter auf. „Dabei bläht sie sich auf, sie wird zu einem Roten Riesen“, sagt Axel Quetz, Mitarbeiter beim Max-Planck-Institut für Astronomie, gegenüber „shz.de“ (Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag). Rote Riesen sind alternde Sterne. Sie sind dabei, zu erlöschen. „Man weiß nicht ganz genau, wie groß sie wird. Vielleicht reicht sie irgendwann sogar bis über die Erdbahn hinaus.“ Auf jeden Fall aber wird die Sonne in einigen Milliarden Jahren so groß sein, dass sie einen Großteil des Himmels bedeckt. Gäbe es dann noch Menschen auf der Erde, würden sie beim Blick nach oben kaum noch Himmel sehen.
Auf der Erde ist es dann so heiß, dass selbst das Gestein schmilzt. Bis dahin sollte sich der Mensch besser einen anderen Planeten zum Leben gesucht haben. Der Mars zum Beispiel könnte den Menschen vielleicht eines Tages Unterschlupf bieten.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала