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#EsKoennteDeinKindSein: Twitter gespalten nach Tod von Zwölfjährigem in Cuxhaven

Corona-Impfstoff - SNA, 1920, 04.11.2021
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Ein zwölfjähriges Kind ist im niedersächsischen Landkreis Cuxhaven kurz nach der zweiten Impfdosis von Biontech/Pfizer gestorben. Experten verbinden den Tod mit schweren Vorerkrankungen, wollen jedoch auf das endgültige Obduktionsergebnis warten. Der Vorfall hat für viel Wut im Netz gesorgt.
Das Kind starb nach Angaben des Norddeutschen Rundfunks (NDR) zwei Tage nach der Impfung. Laut einer Sprecherin des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) hatte der Zwölfjährige „offenbar an einer schweren Herz- und Gefäßkrankheit“ gelitten. PEI-Experten warteten nun auf das endgültige Obduktionsergebnis, so die Sprecherin. „Dies soll klären, inwieweit die Vorerkrankung ursächlich für den Tod war“.
Das vorläufige Obduktionsprotokoll deute jedoch darauf hin, dass der Tod des Kindes in Folge der Impfung eingetreten sei, teilte der Landkreis am Mittwoch laut der „Welt“ mit.
Auf den Bericht gab es unterschiedliche Reaktionen im Internet. Unter dem Hashtag #EsKoennteDeinKindSein äußerten sich manche Twitter-Nutzer kritisch zu Corona-Impfungen bei Kindern. Andere verwiesen jedoch auf die Vorerkrankungen des Kindes sowie auf die Zahl der Todesfälle nach einer Corona-Infektion im Vergleich zu denen nach einer Impfung.
Eine Nutzerin betonte, es gebe keine endgültige Information zu dem Vorfall, Querdenker und Impfgegner hätten aber den Trend #EskoennteDeinKindSein gestartet. Sie fügte hinzu, es sei „grausam“, den Vorfall zu instrumentalisieren. „Es könntet auch ihr sein, die auf der Intensivstation landet. Oder eben nicht, weil sie voll ist mit Impfverweigerern“, schrieb die Nutzerin.
Auch manche anderen Nutzer riefen dazu auf, den Tod des Kindes nicht zu missbrauchen: „Es gab schon Autounfälle, bei denen es jemanden das Leben gerettet hat, daß er/sie NICHT angeschnallt war. Gurtpflicht deshalb abschaffen? Ich finde, unter #EsKoennteDeinKindSein wird der Tod eines Kindes schamlos ausgenutzt und instrumentalisiert.“
„Als Vater von 2 Kindern finde ich es einfach nur widerlich wie Impfbeführworter und Querdenker den Tod eines Kindes missbrauchen!“
Es wurde außerdem auf die Statistik der Todesfälle bei Kindern wegen Corona verwiesen: „Von etwa 600.000 infizierten Kindern sind bisher 29 an einer Coronainfektion gestorben. Von circa zwei Millionen geimpften Kindern ist 1 Kind an der Impfung verstorben.“
„Unter #EsKoennteDeinKindSein pöbeln grade jene Erwachsene die sich selbst weigern (Eigen)Verantwortung zu tragen, die nicht bereit sind mit Maßnahmen wie Maske/Test/Impfung die Schwächsten (Kinder/Kranke) solidarisch zu schützen, denen bisher egal war ob Kinder an Corona sterben“, twitterte ein Nutzer.
Kritik gab es unter anderem bei AfD-Abgeordneten. Eine Abgeordnete der AfD-Fraktion Thüringen, Nadine Hoffmann, schrieb: „Sie erzählen: Kinder, Jugendliche, Erwachsene mit Vorerkrankungen sollen sich impfen lassen. Wenn dann diese Kinder, Jugendliche, Erwachsene sterben, schiebt man es auf die Vorerkrankung, die durch die Impfung verschlimmert wurde. Dann hätten die aber nicht geimpft werden dürfen!“
Ein AfD-Abgeordneter im Landtag verwies zudem auf ein niedriges Risiko für Kinder, an Corona zu sterben. Die Quelle hat er aber nicht genannt.
Spritze gegen das Coronavirus (Symbolbild) - SNA, 1920, 04.11.2021
Niedersachsen: Kind kurz nach Corona-Impfung gestorben
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