Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

EU will Smartphone-Kommunikation überwachen lassen – Datenschützer protestieren

Handy (Symbolbild) - SNA, 1920, 04.11.2021
Abonnieren
Nach einer Welle des Protests im Netz gegen die EU-Pläne zur Chatkontrolle ruft der Europaabgeordnete und Bürgerrechtler Patrick Breyer von der Piratenpartei zu Anrufen bei den zuständigen EU-Kommissaren auf und veröffentlicht die Telefonnummern.
Die EU-Kommission will künftig alle Nachrichten und Fotos auf Smartphones vor dem Versand auf verdächtige Inhalte kontrollieren. Schlägt der Algorithmus an, soll vollautomatisch eine Anzeige an die Polizei erstattet werden. Zur Begründung wird die Suche nach Kinderpornografie genannt.

Überwachungsstaat nach chinesischem Vorbild?

„Die haarsträubenden EU-Pläne zur totalen Durchleuchtung unserer privaten Kommunikation mit fehleranfälligen Denunziationsmaschinen führen in einen Überwachungsstaat nach chinesischem Vorbild“, warnt der EU-Abgeordnete Patrick Breyer (Piratenpartei).

„Soll vielleicht als Nächstes die Post alle Briefe vorsorglich öffnen und scannen? Eine wahllose Suche ins Blaue hinein ist der falsche Weg zum Schutz von Kindern und gefährdet diese sogar, indem ihre privaten Aufnahmen in die falschen Hände geraten und Kinder vielfach kriminalisiert werden.“

Die EU-Kommission bekommt für ihre Pläne seit Wochen Gegenwind. Bisher reagiert sie aber nur durch wiederholte Verschiebung des Gesetzentwurfs, der inzwischen nicht mehr wie zuvor in der Terminliste für den 1. Dezember angekündigt wird. EU-Innenkommissarin Johansson und ihr Kabinett bekräftigten das Vorhaben jedoch letzte Woche erneut. Breyer ruft alle Bürger auf, die zuständigen EU-Politiker zu kontaktieren und gegen die Pläne zu protestieren. Die Kontaktdaten hat er hierveröffentlicht.
Newsticker
0
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала