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Antonow-Absturz bei Irkutsk: Neun Menschen waren an Bord

© SNA / Kirill Schipizin / Zur BilddatenbankFlugyeugabtury bei Irkutsk: MItarbeiter der Feuerwehr unweit des Unfallsortes
Flugyeugabtury bei Irkutsk: MItarbeiter  der Feuerwehr unweit des  Unfallsortes - SNA, 1920, 04.11.2021
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Neun Menschen haben sich laut dem Gouverneur der Oblast Irkutsk an Bord eines An-12-Fliegers befunden, der am Mittwoch beim Landeanflug auf den Flughafen von Irkutsk in Ostsibirien abgestürzt war.
Nach Angaben des Gouverneurs Igor Kobsew sind der Generaldirektor des Luftfahrttransportunternehmens „Sapoljarje“, Juri Wolodin, und sein erster Stellvertreter, Oleg Wischnew, unter den Todesopfern.

Zwei Flugschreiber gefunden

Nach Informationen der Staatsanwaltschaft wurden zwei Flugschreiber am Unfallort gefunden. Der Stimmenrekorder werde bereits von Ermittlern ausgewertet. Der Flugdatenschreiber, der sich im Heck der Maschine befindet, sei noch nicht sichergestellt worden.

Behörden wollen Verlegung von Flughafen intensivieren

Der Gouverneur Igor Kobsew betonte angesichts des Unfalls, dass die regionalen Behörden bereits bestehende Bemühungen um eine Verlegung des Flughafens in ein Gebiet außerhalb der Stadt verstärken wollen.
„Der Flughafen liegt innerhalb der Stadt. Wie viele Einwohner bin ich natürlich über diesen Zustand besorgt“, sagte er am Donnerstag vor Reportern. „Wir beschäftigen uns wieder aktiv mit der Frage der Verlagerung des Flughafens raus aus der Stadt. Wie ich bereits gesagt habe, haben wir uns für einen Standort entschieden. Derzeit verhandeln wir mit dem Verteidigungsministerium, denn es ist für uns sehr wichtig, wie die Grenzen der Flughafenzone und der Start- und Landebahn festgelegt werden“, äußerte er. Die Frage lasse sich jedoch nicht so schnell lösen.
Pläne, den internationalen Flughafen aus dem Gebiet der Stadt Irkutsk zu verlegen, gibt es schon seit mehreren Jahrzehnten. Der jetzige Flughafen ist nur wenige Kilometer vom Stadtzentrum entfernt. Vor dem Unfall hatte der Gouverneur bereits angekündigt, dass die regionalen Behörden zwei Standorte für den Bau eines neuen Flughafens in Betracht ziehen, die sich in einer Entfernung von 30 Kilometern von der Stadt befinden würden.
Im August erklärte der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Nikolai Patruschew, bei einem Treffen in Irkutsk zum Thema Verkehrssicherheit, er gehe davon aus, dass die regionalen Behörden eine Standort-Genehmigung für einen Neubau bis Ende 2021 erteilen dürften. Der Gouverneur der Region sagte damals, dass das Projekt bis Ende 2025 vollständig vorbereitet und vereinbart sein sollte.
Im Juli 2006 hatte ein Airbus 310-324, der von Moskau gestartet war, bei der Landung im Flughafen Irkutsk wegen eines Pilotenfehlers das Landebahnende überrollt und geriet in Brand. 124 der insgesamt 203 Insassen kamen ums Leben.
Im Juli 2001 war ein Passagierflugzeug Tu-154m, das von Wladiwostok gestartet war, bei der Landung in Irkutsk abgestürzt, wobei alle Insassen, darunter 136 Passagiere und neun Besatzungsmitglieder, umgekommen waren.
Im Dezember 1997 war ein großes Transportflugzeug An-124 „Ruslan“, das zwei Kampfjets Su-27 beförderte, kurz nach dem Start von der Start- und Landebahn eines örtlichen Flugzeugwerkes auf Wohnhäuser der Stadt Irkutsk abgestürzt, weil drei Triebwerke der Maschine nacheinander ausgefallen waren. Alle an Bord befindlichen 23 Personen, darunter acht Besatzungsmitglieder und 15 Passagiere, kamen ums Leben. Am Boden starben mindestens 45 weitere Menschen. Mehr als 79 Familien wurden obdachlos.

Absturz der An-12

Die Maschine An-12 der weißrussischen Fluggesellschaft „Grodnoavia“ war um 12:50 am Mittwoch beim Anflug auf Irkutsk vom Radar verschwunden. Die Maschine war von Jakutsk nach Irkutsk unterwegs, nachdem sie Lebensmittel auf die Halbinsel Tschukotka im Norden des russischen Fernen Ostens geliefert hatte. Die Besatzung meldete, dass sie einen zweiten Landungsversuch unternehmen müsse, woraufhin die Verbindung abbrach.
Rettungskräfte fanden das abgestürzte brennende Flugzeug in der Nähe des Dorfes Piwowaricha unweit des Flughafens von Irkutsk.
Rettungskräfte, Mitarbeiter des Ermittlungskomitees und der Staatsanwaltschaft haben die ganze Nacht lang an der Absturzstelle gearbeitet. Neun Personen sollen sich an Bord befunden haben, darunter fünf Besatzungsmitglieder und vier Menschen, die die Fracht begleitet hatten. Bei vier Flugzeuginsassen handelt es sich um russische Staatsbürger, drei sind weißrussische Staatsangehörige und zwei weitere sind Staatsbürger der Ukraine.
Bislang wurden die Leichen von sechs Personen und vier Leichenteile gefunden.
Die Familienangehörigen der Todesopfer sollen ausgemacht worden sein. Der Gouverneur des Gebiets Irkutsk wies die Behörden an, in Kontakt mit den Angehörigen zu treten und die Beförderung der Leichen an den Bestattungsort zu organisieren.
Ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen die Sicherheitsvorschriften im Luftverkehr wurde eingeleitet. Die Ermittler gehen von drei Versionen der Absturzursache aus: ein Pilotenfehler, Wetterbedingungen oder ein technischer Fehler.
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