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Ost-Ausschuss: Politische Verzögerung von Nord Stream 2 kontraproduktiv

© REUTERS / Hannibal HanschkeEin Straßenschild von Nord Stream 2 (Archivbild)
Ein Straßenschild von Nord Stream 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 03.11.2021
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Oliver Hermes, Vorsitzender des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft, warnt davor, die Inbetriebnahme der Ostseepipeline Nord Stream 2 politisch zu verzögern. Ihm zufolge könnten mit einem beschleunigten Umstieg von Kohle auf Erdgas in den nächsten Jahren erhebliche CO2-Einsparpotenziale realisiert werden.
„Daher wäre es absolut kontraproduktiv, modernste Infrastrukturprojekte wie Nord Stream 2 politisch zu verzögern“, so Hermes in einem Statement zur Weltklimakonferenz in Glasgow. Er bezeichnete Erdgas als eine Brücke in die Welt CO2-freier oder -neutraler Gase wie Wasserstoff.
Um Erdgas und Wasserstoff schnell noch klimafreundlicher zu machen, sollte die neue Bundesregierung den Weg für die Carbon Capture & Storage-Technologie (CCS) frei machen, forderte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende. Dadurch könnten wir die CO2-Emissionen in die Atmosphäre noch schneller reduzieren, während parallel der Ausbau der grünen Technologien das benötigte Tempo aufnehmen kann.
Hermes warnt auch vor der Errichtung neuer Mauern: „Der von der EU geplante CO2-Grenzausgleichsmechanismus CBAM muss ein positives Steuerungsinstrument werden und darf nicht zur Abschottung der EU etwa von Ländern wie Russland oder der Ukraine führen.“
Bauarbeiten an der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 (Archivbild) - SNA, 1920, 01.11.2021
Nach abgewiesener Klage: Nord Stream 2 legt Berufung gegen Urteil zur EU-Gasrichtlinie ein
Denn diese Länder würden für den Klimaschutz dringend gebraucht. Das Aufkommen sollte daher zum Teil in die Partnerländer zurückfließen, um dort die Energiewende mitzufinanzieren und keine neuen Handelskonflikte zu provozieren. Der Green Deal dürfe nicht an der EU-Ostgrenze enden.
Durch Nord Stream 2 sollen künftig bis zu 55 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr nach Deutschland und in weitere EU-Länder fließen. Die rund 9,5 Milliarden Euro teure Pipeline ist bereits betriebsbereit und wartet auf grünes Licht der deutschen und europäischen Behörden. Gegen das Projekt stemmen sich die USA, einige europäische Staaten und das Transitland Ukraine. Moskau bezeichnet Nord Stream 2 als rein wirtschaftliches Projekt, das auch im Interesse der EU liege.
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