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Französische Behörden retten 292 Migranten aus dem Ärmelkanal

© REUTERS / PETER CZIBORRAEin Boot im Ärmelkanal
Ein Boot im Ärmelkanal  - SNA, 1920, 03.11.2021
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292 in Seenot geratene Migranten, die mit mehreren kleinen Booten versucht haben, Großbritannien über den Ärmelkanal zu erreichen, sind am Dienstag gerettet worden. Dies geht aus einer Mitteilung der Maritimen Präfektur für den Ärmelkanal und die Nordsee hervor.
Der Rettungseinsatz, bei dem Patrouillenboote verschiedener Behörden und sogar ein Hubschrauber der Marine verwendet wurden, fand demnach am Dienstag statt. Die Schiffbrüchigen seien in den Häfen von Dunkerque und Calais abgesetzt und von zuständigen Behörden versorgt worden.
Der Präfekt für den Ärmelkanal und die Nordsee warnte vor Risiken, die mit der Überquerung der Meeresenge verbunden sind: Die schwierigen Wetterbedingungen und der Seeverkehr, der zu den weltweit heftigsten gehöre, würden das Gebiet zu einem besonders gefährlichen Sektor machen, hieß es.
Knapp 16.000 Migranten wurden in diesem Jahr bis Ende August im Ärmelkanal gerettet, deutlich mehr als in den vergangenen Jahren. Einer ähnlich großen Zahl ist die Überfahrt nach Großbritannien gelungen. London und Paris verständigten sich kürzlich darauf, ihre Kontrollen an den Küsten zu verstärken.
Migranten in einem Boot im Mittelmeer (Symbolbild) - SNA, 1920, 02.11.2021
Private Organisation rettet rund 140 Migranten im Mittelmeer – Foto und Video
In Calais, wo hunderte Migranten auf eine Überfahrt warten, sind unterdessen Bemühungen für eine menschenwürdige Unterbringung in der Umgebung angelaufen. Der Chef der französischen Immigrations- und Integrationsbehörde (Ofii), Didier Leschi, reiste als Mediator in die Hafenstadt, in der sich drei Vertreter von Hilfsorganisationen aus Protest gegen die Lebensbedingungen der Migranten in einem Hungerstreik befinden. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Mittwoch berichtete, versprach er, eine Nachtunterkunft in Calais einzurichten, in der 300 Migranten nachts vorübergehend untergebracht werden könnten, bevor sie in eine Langzeitunterkunft befördert werden.
Die französischen Behörden, die regelmäßig kleinere Zeltlager auflösen, möchten dem erneuten Entstehen eines riesigen Migrantencamps vorbeugen, wie es der berüchtigte „Dschungel von Calais“ war, in dem sich bei der Räumung durch die Polizei im Jahr 2016 rund 9000 Migranten aufgehalten hatten.
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