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BMJ-Enthüllung zu Pfizer: Überprüfung notwendig, doch Impfstoff selbst ist wirksam – RKI-Chef

© REUTERS / Dado RuvicCorona-Impfstoff Pfizer/BioNTech
Corona-Impfstoff Pfizer/BioNTech - SNA, 1920, 03.11.2021
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Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat sich angesichts der jüngsten Enthüllungen der medizinischen Fachzeitschrift „The BMJ“ für eine Überprüfung der Daten zu Unregelmäßigkeiten bei Pfizer-Studien ausgesprochen. Den Impfstoff selbst hält er aber für wirksam und sicher.
„Das Leak ist mir tatsächlich seit heute Morgen bekannt, es wurde heute in „The BMJ“ publiziert. Was da drin steht, können wir natürlich momentan nicht überprüfen. Es geht wohl um Tausend Personen, die an dieser Zulassungsstudie teilgenommen haben. Das wird überprüft, wenn es eine bestimmte Untersuchung geben wird“, sagte Wieler am Mittwoch auf einer Pressekonferenz.
Unabhängig von der Veröffentlichung sei zu konstatieren, dass die hohe Wirksamkeit dieser Impfstoffe durch Milliarden von Impfungen nachgewiesen worden sei, so der RKI-Präsident weiter, „Wir dürfen diese Relation nicht aus dem Auge lassen.“ Dazu noch gäben die in der EU zugelassenen Impfstoffe Schutz vor Hospitalisierung mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent bei den 18- bis 59-Jährigen und 85 Prozent bei den über 60-Jährigen.
Sollten sich die Informationen des BMJ bestätigen, so sagte er, „ist das inakzeptabel und wird sicher geahndet“. Jedoch seien das „sehr wirksame Impfstoffe mit geringen Nebenwirkungen“. „Sie sind sicher und das sind ‚real world data‘ (Daten, die in realen Umgebungen erhoben werden – Anm.d.R.), die man in Deutschland seit dem 27. Dezember 2020 ansammelt – und weltweit teilweise noch länger“, so der RKI-Chef.
Gesundheitsminister Jens Spahn wollte sich seinerseits nicht zu dem Leak äußern und sagte, es sei ihm nicht bekannt.
Zuvor hatte die medizinische Fachzeitschrift „The BMJ“ von Problemen bei der Durchführung der Studien zum Pfizer-Impfstoffberichtet. Laut einer ehemaligen Mitarbeiterin des Forschungszentrums Ventavia, das in Texas im Herbst 2020 die Impfstoff-Studien durchgeführt hatte, hat es zahlreiche schwerwiegende Unregelmäßigkeiten im Forschungsprozess gegeben. Dazu zählen falsche Lagerbedingungen des Medikaments sowie unqualifizierte Mitarbeiter. Einige Daten sollen außerdem gefälscht worden sein.
Logo des Pharmkonzerns Pfizer - SNA, 1920, 03.11.2021
Ex-Mitarbeiterin enthüllt Probleme bei Studien zu Pfizer-Impfstoff im Herbst 2020
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