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Hin und Her nicht nachvollziehbar: Städte kritisieren Debatte um Reaktivierung von Impfzentren

© AP Photo / Martin MeissnerLaborantin arbeitet mit Corona-Testproben
Laborantin arbeitet mit Corona-Testproben - SNA, 1920, 02.11.2021
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Die Städte haben die zur Diskussion stehende Idee, Impfzentren für Corona-Auffrischungsimpfungen kurzfristig zu reaktivieren, kritisiert. Das geht aus einem Schreiben des Deutschen Städtetags an die Gesundheitsminister der Länder hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Ein Impfzentrum sei demnach „keine Taschenlampe“, die je nach Stimmungslage aus- und wieder angeknipst werden könne, heißt es. Strukturen seien verändert, Flächen anderweitig genutzt, Personal umgeschichtet worden. Für die Länder sei ein derartiger Richtungsumschwung von heute auf morgen „nicht nachvollziehbar“.
Auch in der Pandemie bräuchte es ein Mindestmaß an Kalkulierbarkeit von Entscheidungen, mahnte der Städtetag. Dabei sei es angesichts dynamisch steigender Infektionszahlen richtig, die Frage von Auffrischungsimpfungen rechtzeitig zur Sprache zu bringen.
Zunächst seien die Kassenärztlichen Vereinigungen bei der Organisation gefordert. Diese hätten „stets signalisiert, ein Massenimpfgeschäft im Herbst und Winter ohne die kommunalen Impfzentren leisten zu können“. Die Städte stünden selbstverständlich bereit, ihre niedrigschwelligen Impfangebote aufrechtzuerhalten und bei Bedarf auch zu erweitern.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (Archivbild) - SNA, 1920, 01.11.2021
Spahn: Länder sollen Impfzentren wieder startklar machen

Spahn für Hochfahren der Impfzentren

Bund und Länder hatten sich darauf geeinigt, die zum Impfstart eingerichteten zeitweise mehr als 400 regionalen Impfzentren zum 30. September zu schließen oder die Kapazitäten zurückzufahren.
Der geschäftsführende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat nun vorgeschlagen, dass die Länder die Impfzentren wieder startklar machen, um als Schutz im Winter mehr Impf-Auffrischungen zu ermöglichen. Am Wochenende hat der Politiker auch einen Gipfel zum Thema Auffrischungsimpfungen von Bund und Ländern gefordert.
Mehrere Länder reagierten bereits abweisend auf den Vorstoß. Auch das stockende Impftempo im Netz der Arztpraxen bleibt einer der Kritikpunkte.
Zum Vorgehen in der Corona-Krise im Winter wollen sich am Dienstag auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, in Berlin äußern.
Impf-Verstärkungen („Booster“) sind mindestens sechs Monate nach einer vollständigen Impfung möglich. Angeboten werden sie Älteren ab 60 Jahren, Corona-Risikogruppen, aber auch Geimpften mit Astrazeneca und Johnson & Johnson. Die Stiko legt Auffrischungen vorerst unter anderem für Menschen ab 70 ans Herz. Laut Impfverordnung sind sie aber für alle anderen Menschen ebenfalls möglich.
Am Sonntag meldete das Robert Koch-Institut (RKI) 16.887 Corona-Neuinfektionen und einen Sieben-Tage-Wert je 100.000 Einwohner von 149,4 – vor einer Woche hatte dieser Wert bei 106,3 gelegen. Derzeit sind etwa zwei Drittel der Menschen in Deutschland vollständig vakziniert.
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