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Fehlende Barrierefreiheit: Israelische Ministerin im Rollstuhl kann nicht auf COP26-Gelände gelangen

© REUTERS / POOLDer britische Premierminister Boris Johnson begrüßt die israelische Energieministerin Karine Elharrar während eines Treffens mit dem israelischen Premierminister Naftali Bennett am Rande der UN-Klimakonferenz (COP26) in Glasgow,
Der britische Premierminister Boris Johnson begrüßt die israelische Energieministerin Karine Elharrar während eines Treffens mit dem israelischen Premierminister Naftali Bennett am Rande der UN-Klimakonferenz (COP26) in Glasgow, - SNA, 1920, 02.11.2021
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Die israelische Energieministerin Karine Elharrar, die auf einen Rollstuhl angewiesen ist, hat den ersten Tag der UN-Klimakonferenz 2021 verpasst, weil der Zugang zum Gelände der Veranstaltung offenbar nicht barrierefrei war. Die Gastgeberseite hat sich entschuldigen müssen.
Die einzige Möglichkeit, das Konferenzgelände zu erreichen, habe darin bestanden, zu Fuß zu gehen oder einen Shuttle zu besteigen, teilte die Ministerin am Montag gegenüber dem israelischen Fernsehsender Channel 12 mit. Mit einem Rollstuhl in den Shuttlebus einzusteigen, sei unmöglich gewesen.
„Ich bin zur COP26 gekommen, um meine Kollegen aus der ganzen Welt zu treffen und unseren gemeinsamen Kampf gegen die Klimakrise voranzutreiben“, schrieb Elharrar auf Twitter. „Es ist traurig, dass die Uno, die die Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen fördert, sich im Jahr 2021 nicht um die Zugänglichkeit bei ihren eigenen Veranstaltungen kümmert.“
Nach Informationen des Büros des israelischen Premierministers, Naftali Bennett, hat die israelische Delegation zwei Stunden lang versucht, Elharrar den Zugang zu ermöglichen, sei aber schließlich gescheitert und habe eine offizielle Beschwerde eingereicht.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFO wollte das Sicherheitspersonal das Auto der israelischen Ministerin nicht durchlassen.
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Am Dienstag konnte Elharar jedoch an der Konferenz teilnehmen. Sie habe am Dienstag „sehr leicht“ Zugang erhalten, sagte die Ministerin dem Rundfunksender BBC Radio 4. Die Situation, mit der sie konfrontiert wurde, bezeichnete sie als einen lehrreichen Moment für künftige UN-Konferenzen.
„Wir können über Zugänglichkeit und das Recht von Menschen mit Behinderungen reden, aber im Leben müssen wir alle Konventionen und Regelungen umsetzen“, äußerte sie.
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Die Gastgeberseite musste sich im Zusammenhang mit dem Zwischenfall entschuldigen.
Der britische Außenminister, James Cleverly, sagte, er sei „zutiefst enttäuscht und frustriert“ darüber, dass Elharrar am Montag nicht am Klimagipfel teilnehmen konnte.
Großbritanniens Botschafter in Israel, Neil Wigan, twitterte: „Ich bin bestürzt zu hören, dass Karine Elharrar nicht an den Sitzungen der COP26 teilnehmen konnte. Ich entschuldige mich zutiefst und aufrichtig bei der Ministerin. Wir wollen einen COP-Gipfel, der alle willkommen heißt und für alle inklusive ist“.
„Wir bedauern diesen Vorfall zutiefst“, sagte Umweltminister George Eustice am Dienstag gegenüber BBC Radio 4. Er machte jedoch die mangelnde Kommunikation der israelischen Seite für den Vorfall verantwortlich. Normalerweise hätte Israel in einer solchen Situation mitteilen sollen, dass die Ministerin diesen speziellen Bedarf habe, monierte er. „Offenbar ist in diesem Fall etwas schief gelaufen, und sie waren sich dessen nicht bewusst, so dass sie an dem speziellen Eingang, an dem sie ankam, nicht die richtigen Vorkehrungen getroffen hatten“, sagte Eustice.
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