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Eigene Informantin in Berliner Justiz? Attila Hildmann äußert sich zu Vorwurf

© AFP 2021 / STEFANIE LOOSVerschwörungstheoretiker Attila Hildmann (Archivbild)
Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann (Archivbild) - SNA, 1920, 02.11.2021
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Der Verschwörungsideologe Attila Hildmann hat sich in einem Interview mit der ARD-Sendung STRF_F zu Medienrecherchen geäußert, wonach eine Ex-Angestellte der Generalstaatsanwaltschaft Informationen zu einem Haftbefehl gegen den 40-Jährigen an ihn weitergegeben haben soll.
Er werde zu den Vorwürfen gegen die ehemalige Mitarbeiterin der Berliner Justiz nichts sagen, äußerte Hildmann in einem Interview mit dem Rechercheformat STRG_F am Montag. Er werde niemanden in „irgendeiner Form in Gefahr bringen“ in Bezug auf Aussagen, die Sache der Justiz seien, so der 40-Jährige.
Zur Quelle der Behauptungen, die von seinem ehemaligen Weggefährten Kai Enderes stammen sollen, äußerte Hildmann, Enderes sei „quasi ein rechtsradikaler Neonazi, der sich angezogen gefühlt hat von meiner Arbeit“. Enderes versuche nun, einen „kompletten Imagewandel zu machen und sich als Saubermann hinzustellen“, so Hildmann weiter. Das aber sei „Unsinn“.
Enderes hatte im Interview mit dem ARD-Magazin „Kontraste“ und STRG_F behauptet, die beschuldigte Angestellte der Berliner Staatsanwalt habe neben der Weitergabe von Daten den in Deutschland gesuchten Hildmann auch Anfang des Jahres in der Türkei besucht und den Haftbefehl an ihn weitergegeben. Laut STRG_F streitet Enderes ab, ein Antisemit oder Nazi zu sein.
Der deutsche Kochbuchautor und Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann  steht vor dem Reichstagsgebäude und spricht während eines Protests gegen die coronabedingten Einschränkungen. 16. Mai, 2020. - SNA, 1920, 13.09.2021
Anonymous-Hacker kapern Online-Kanäle von Attila Hildmann
Außerdem hob Hildmann hervor, dass er zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Weitergabe der Daten bereits im Ausland gewesen sei.

„Maulwurf“ in Generalstaatsanwaltschaft

Zuvor hatte der Sprecher der Berliner Staatsanwalt, Martin Steltner, mitgeteilt, dass eine frühere Mitarbeiterin der Generalstaatsanwaltschaft verdächtigt wird, interne Informationen zu einem Haftbefehl an den rechtsradikalen Verschwörungserzähler Attila Hildmann weitergegeben zu haben. „Wir müssen leider von einem Maulwurf in den eigenen Reihen ausgehen“, äußerte er.
Die Frau sei bei einer Demonstration gegen Corona-Maßnahmen aufgefallen. Bei der Überprüfung des Informationssystems sei festgestellt worden, dass Daten zu Personen aus der rechtsextremistischen und „Querdenker“-Szene abgefragt worden seien. Im Mai sei die Verdächtigte fristlos gekündigt worden. Im Juli habe es bei der Frau Durchsuchungen gegeben, wobei Daten sichergestellt worden seien.
Attila Hildmann  - SNA, 1920, 18.05.2021
Attila Hildmann rechtzeitig vor Haftbefehl gewarnt? Staatsanwaltschaft ermittelt in eigenen Reihen
Es gebe nach derzeitigen Ermittlungsstand jedoch offenbar keinen Zusammenhang zwischen den „Durchstechereien“ und der Flucht Hildmanns: Der rechtsradikale Aktivist habe sich bereits Ende Dezember letzten Jahres in die Türkei abgesetzt, während die Taten, die der Beschuldigten zur Last gelegt würden, im Februar 2021 stattgefunden haben sollen.
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