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„Ohne Zeitverzug verfügbar“: Deutscher General plädiert für bewaffnete Drohnen

© AP Photo / Jens MeyerSoldaten der Bundeswehr mit einer Aufklärungsdrohne (Archivbild)
Soldaten der Bundeswehr mit einer Aufklärungsdrohne (Archivbild) - SNA, 1920, 02.11.2021
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Der Befehlshaber der Bundeswehreinsätze im Ausland, Generalleutnant Erich Pfeffer, hat davor gewarnt, auf einen Schutz der Truppe durch bewaffnete Drohnen zu verzichten. Mehrere Aspekte sprächen ganz deutlich für die bewaffnete Drohne, sagte er der Nachrichtenagentur DPA. Anders als das Flugzeug sei die Drohne bei Bedarf ohne Zeitverzug verfügbar.
„Die Truppe selbst kann im Grunde diese Diskussion nicht verstehen, weil man nicht versteht, warum man sich so schwertut“, sagte Pfeffer, der seit November 2015 Befehlshaber des Einsatzführungskommandos am Rande von Potsdam ist.
„Wenn man die ablehnenden Argumente um bewaffnete Drohnen konsequent zu Ende denkt, müsste man ja wesentliche Teile der Bewaffnung in den Streitkräften abschaffen.“
Es müsse eine kampfkräftige Unterstützung für den Fall geben, dass die Truppe im Gefecht unterlegen sei, so der General, der in wenigen Wochen in den Ruhestand geht. Das könne vor allem eintreten, wenn Soldaten überraschend oder ungeplant in ein Gefecht verwickelt würden.
„Bei der Dimension der Räume, in denen wir uns bewegen und der Art des Geländes heißt das immer Luftnahunterstützung. Das ist der Kampfhubschrauber oder das Kampfflugzeug oder die bewaffnete Drohne“, sagte Pfeffer. Die bewaffnete Drohne sei dabei das einzige Mittel, das bei Bedarf unmittelbar ohne Zeitverzug verfügbar sei. Bei allen anderen Mitteln setze sich die Truppe vor Ort höherem Risiko aus.
„Das heißt für mich im Umkehrschluss, wenn die Politik nicht bereit ist, bewaffnete Drohnen zu stellen, dann erhöhen wir automatisch das Risiko für die Truppe“, warnte Pfeffer.
Flughafen von Erbil im Irak (Archiv)  - SNA, 1920, 12.09.2021
Von US-geführter Koalition genutzter Flughafen im Irak mit Drohnen angegriffen – Video
Das Einsatzführungskommando der Bundeswehr hat eine zentrale Rolle für die Auslandseinsätze der Bundeswehr. Es wurde im Sommer 2001 im Rahmen einer grundlegenden Erneuerung der Bundeswehr aufgestellt.
Schon wenige Wochen später wurde dem Kommando im Rahmen des internationalen Militäreinsatzes in Afghanistan die Führung der deutschen Kontingente übertragen. An Einsätzen der Bundeswehr sind in der Regel alle Organisationsbereiche der Streitkräfte beteiligt: von Heer über Luftwaffe und Marine bis hin zum Sanitätsdienst und Wehrverwaltung.
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