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Versorgungsengpässe in China? Regierung rät Menschen zur Aufstockung von Vorräten

CC BY-SA 3.0 / ArishG / Wikimedia CommonsDunhuang, Provinz Gansu, China (Archiv)
Dunhuang, Provinz Gansu, China (Archiv)  - SNA, 1920, 02.11.2021
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Wegen erneuter Corona-Ausbrüche und starker Regenfälle befürchtet die chinesische Regierung offenbar Versorgungsengpässe und hat private Haushalte zur Bevorratung von Waren des täglichen Bedarfs aufgerufen. Da der Appell teils zu Panikkäufen geführt hat, müssen Staatsmedien die Bevölkerung beschwichtigen.
„Sobald diese Nachricht bekannt geworden war, haben alle alten Leute in meiner Nähe in Panik im Supermarkt eingekauft“, zitiert die Agentur Reuters einen Nutzer des chinesischen Kurznachrichtendienstes Weibo. Lokale Medien hatten nach Angaben der Agentur kürzlich Listen mit empfohlenen Vorräten für zu Hause veröffentlicht, darunter Kekse und Instantnudeln, Vitamine, Radios und Taschenlampen.
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Das als Ursprungsland des Coronavirus geltende China verfolgt eine strikte „Null-Covid-Strategie“: Die kleineren Ausbrüche werden mit großem Aufwand unter Kontrolle gebracht. Dennoch wurden in den vergangenen Tagen Dutzende Neuinfektionen registriert, die die Lebensmittelversorgung zu stören drohen. Die Behörden reagieren mit einer Verschärfung der Maßnahmen: Im nördlichen Landkreis Ejin wurde in der vergangenen Woche ein Lockdown angeordnet.
Hinzu kommt, dass extreme Wetterbedingungen Anfang Oktober die Ernten in Shandong – der größten Gemüseanbauregion des Landes – zerstört haben, meldet Reuters. Die Preise für Gurken, Spinat und Brokkoli hatten sich in der vergangenen Woche im Vergleich zu Anfang Oktober bereits mehr als verdoppelt.
Trotz eines Rückgangs der Preise in den vergangenen Tagen erwarten Ökonomen für Oktober einen deutlichen Anstieg der Inflationsrate. Um steigenden Preisen entgegenzuwirken, will China laut einem Bericht des Staatsfernsehens sogar seine Gemüsereserven freigeben.
Vor diesem Hintergrund löste das Handelsministerium mit seinem Appell zur Bevorratung teils heftige öffentliche Reaktionen aus, weshalb die staatlichen Medien am Dienstag die Wogen glätten und die Anweisung präzisieren mussten.
Die „Economic Daily“ betonte laut Reuters, mit dem Aufruf solle sichergestellt werden, dass die Bürger im Falle eines Lockdowns nicht unvorbereitet getroffen werden. Die „People's Daily“ beschwichtige, dass das Ministerium jedes Jahr derartige Hinweise herausgebe.
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