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So isst Deutschland: Neun Fakten zum Weltvegantag

Salat (Symbolbild) - SNA, 1920, 01.11.2021
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Am 1. November wird der Weltvegantag begangen. Ob sich diese Ernährungs- und Lebensweise in Deutschland gut etabliert hat? Was bewegt die Deutschen dazu, sich für vegetarische und vegane Alternativen zu entscheiden? Wir präsentieren Ihnen die wichtigsten Fakten zum Thema fleischloses Leben.
Zum 28. Mal wird in diesem Jahr der Weltvegantag gefeiert, der seinen Ursprung in England findet. Dort war er im Jahr 1994 zum 50. Jahrestag der Gründung der Vegan Society ins Leben gerufen worden. Aus diesem Anlass haben wir einige Fakten über die vegane Ernährung in Deutschland zusammengefasst und uns anhand der Statistiken vergewissert, dass diese Lebensweise hierzulande immer beliebter wird.

Rund neun Millionen Deutsche essen kein Fleisch

1,41 Millionen Menschen in Deutschland ordnen sich als Veganer oder Leute ein, die weitgehend auf tierische Produkte verzichten. Als Vegetarier oder Leute, die auf Fleisch verzichten, sehen sich 7,5 Millionen Menschen. Das geht aus der Markt- und Werbeträgeranalyse AWA 2021 hervor, die das Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt hat. Das ist ein großer Anstieg, denn im Jahr 2016 betrug die Anzahl der Veganer in Deutschland 0,8 Millionen und die der Vegetarier 5,3 Millionen Menschen.

Veganer Trend in Deutschland am stärksten

Laut der Ernährungsstudie 2020 des Portals Veganz, die in Deutschland, der Schweiz, Belgien, Frankreich, Portugal und Dänemark durchgeführt worden ist, ist der vegane Trend in Deutschland am stärksten zu beobachten. So ernähren sich hierzulande 3,2 Prozent vegan. Auf dem 2. Platz ist Dänemark (2,7 Prozent) und auf dem 3. Platz die Schweiz (2,6 Prozent) zu sehen. Darauf folgen Österreich und Belgien mit jeweils 1,6 Prozent, sowie Portugal (1,2 Prozent) und Frankreich (0,9 Prozent).
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Jeder zweite junge Mensch greift zu veganen Produkten

Die Auswahl an vegetarischen und veganen Alternativen zu tierischen Produkten steigt, erklärt der Ernährungsreport 2021 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Fast jeder Dritte (30 Prozent) legt demnach solche Produkte öfter mal in den Einkaufswagen. Zusätzliche 13 Prozent haben einmal dazu gegriffen. Insbesondere die Jüngeren kaufen sie öfter, hieß es. Bei den 14- bis 29-Jährigen sei es fast jeder Zweite (47 Prozent); bei den 30- bis 44-Jährigen seien es 38 Prozent. Der andere Trend, den das BMEL festgestellt hat, lautet: Je größer der Wohnort, desto höher ist der Anteil der Befragten, die diese Produkte regelmäßig kaufen. In Orten mit weniger als 5000 Einwohnerinnen und Einwohnern liege dieser bei 20 Prozent, in Städten mit mehr als 500.000 bei 46 Prozent.

Fleisch und Wurst immer unbeliebter

Der Verzehr von Fleisch und Wurst nimmt in Deutschland laut dem BMEL ab. So isst diese rund jeder Vierte (26 Prozent) täglich oder mehrmals täglich. Im Jahr 2015 war das noch jeder Dritte (34 Prozent).

Neugier ist meist entscheidend

Bei den Leuten, die sich für den Kauf von Alternativen entschieden haben, war meistens die Neugier (71 Prozent) ausschlaggebend, so das BMEL. Für 59 Prozent und damit mehr als im vergangenen Jahr seien Tierschutzgründe der Grund. Der Anteil derer, die den Geschmack, das Klima oder die Umwelt als Kaufargumente angeben, ist um jeweils 13 Prozentpunkte gestiegen.

Weniger Fleischkonsum als Lösungsweg für die Zukunft

Bei der Frage, wie die Ernährung einer wachsenden Weltbevölkerung sichergestellt werden kann, haben die Deutschen drei Lösungswege als am relevantesten eingestuft (Mehrfachnennungen waren möglich): 91 Prozent setzen vor allem auf eine Reduzierung von Lebensmittelabfällen, 87 Prozent auf den verstärkten Konsum von regionalen Lebensmitteln und 85 Prozent darauf, weniger Fleisch zu essen, geht aus dem BMEL-Ernährungsreport hervor. Darüber hinaus zählen fast zwei Drittel der Befragten (61 Prozent) auf den gänzlichen Verzicht von Fleisch und 56 Prozent auf den verstärkten Konsum von pflanzlichen Alternativen für Fleisch und Fleischerzeugnisse auf Basis von Soja, Erbsen und anderen Hülsenfrüchten, hieß es vom BMEL. Mehr als jeder Vierte (26 Prozent) betrachtet künstlich im Labor hergestelltes Fleisch als Chance, in Zukunft mehr Menschen ernähren zu können, hieß es weiter.
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Alternativen zu tierischen Produkten immer beliebter

Alternativen zu tierischen Produkten wie zum Beispiel Soja-Drinks, Tofu-Würstchen oder vegane Käse-Alternativen verzehren acht Prozent der Deutschen mindestens einmal täglich, so der BMEL-Report 2021. Besonders bei den 14- bis 29-Jährigen seien solche Produkte beliebter geworden. 17 Prozent essen sie mehrmals täglich. Im vergangenen Jahr seien dies nur sieben Prozent gewesen.

Tomate vs. Apfel

Wenn wir schon beim Thema vegane Ernährung sind, können wir auch noch gleich die unter den Deutschen beliebtesten Obst- und Gemüseorten nennen. Laut dem Portal Statista sind das Tomaten und Äpfel. So isst jeder Deutsche jährlich etwa 28 Kilogramm Tomaten und 21,9 Kilogramm Äpfel.

Geschmack vs. Gesundheit

Wie dem auch sei, ob mit Fleisch, oder ohne, vegetarisch oder vegan, ist für 99 Prozent der Deutschen der Geschmack des Essens wichtig. Für 91 Prozent der Befragten ist es auch relevant, dass die Speisen gesund sind, geht aus dem BMEL-Ernährungsreport hervor.
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