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USA und Türkei wollen Treffen zur F-35-Frage in Washington abhalten – Medien

© AP Photo / Petros KaradjiasEin britisches Kampfjet F-35B landet auf dem Flugplatz Akrotiri auf Zypern
Ein britisches Kampfjet  F-35B landet auf dem Flugplatz Akrotiri auf Zypern  - SNA, 1920, 01.11.2021
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Beamte des US-Verteidigungsministeriums und ihre türkischen Amtskollegen sollen ein Treffen zum Thema Beilegung des Streits über den Ausstieg der Türkei aus dem US-Programm zur Lieferung von F-35-Kampfjets planen. Dies berichtete der türkische Fernsehsender NTV unter Verweis auf seine Quellen in Verteidigungskreisen.
Demnach wurde der türkische Antrag auf die Lieferung der Flugzeuge und die Aufnahme in das F-35-Programm oder Rückerstattung der gezahlten Geldmittel an die US-Seite weitergeleitet.
Der TV-Sender erinnerte daran, dass in der vergangenen Woche ein Treffen von Vertretern des türkischen und des US-amerikanischen Verteidigungsministeriums zum Thema Streit über die Lieferung von F-35 Flugzeugen stattgefunden hat.
Nach Angaben der Quellen des TV-Senders soll innerhalb weniger Monate ein zweites Treffen zu dem erwähnten Thema in Washington abgehalten werden.
Am vergangenen Mittwoch hatte das Pentagon bekannt gegeben, dass Delegationen der Verteidigungsministerien der beiden Länder in Ankara zusammengekommen waren, um „dort Gespräche über die Beilegung von Streitigkeiten zu führen, die sich aus dem Ausstieg der Türkei aus dem F-35-Programm ergeben, der am 23. September vollzogen worden war“. Die Diskussionen seien „produktiv“ gewesen, und die Delegationen würden ein weiteres Treffen in den kommenden Monaten in Washington, D.C., planen, hieß es.

Türkei erwägt weitere Optionen

Am Sonntagabend hatte der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan nach dem Treffen mit seinem US-amerikanischen Amtskollegen Joe Biden gesagt, Biden habe „eine positive Vorgehensweise“ bei der Frage über die mögliche Lieferung von F-16-Kampfflugzeugen an die Türkei aufgewiesen. Das Treffen fand am Rande des G20-Gipfels in Rom statt. Zuvor hatte Erdogan bekannt gegeben, dass es sich bei der Rückgabe der für die Lieferung von F-35-Flugzeugen gezahlten Geldmitteln um einen Betrag im Wert von 1,4 Milliarden US-Dollar handele.
Am Donnerstag hatte der türkische Verteidigungsminister, Mevlüt Cavusoglu, bei einem Interview mit dem TV-Sender CNN Turk geäußert, die USA sollten entweder die Kampfjets des Typs F-35-liefern, für die Ankara bezahlt habe, oder das Geld zurückgeben – oder sollte stattdessen ein anderes Produkt geliefert werden. Sonst werde die Türkei andere Optionen in Erwägung ziehen, darunter auch den Kauf von russischen Kampfflugzeugen: „Wenn die USA die Frage über die F-35-nicht lösen wollen oder wenn der Kongress sie blockiert, wird die Türkei andere Optionen in Betracht ziehen, einschließlich des Kaufs von Su-35 oder Su-57“, äußerte er.
Kampfflugzeug des Typs Lockheed Martin F-16  - SNA, 1920, 10.10.2021
Türkei will bei USA 40 F-16-Kampfjets kaufen – Medien
Zuvor hatte der türkische Minister für Industrie-, Wissenschaft- und Technologie, Mustafa Varank, gegenüber Sputnik mitgeteilt, auch nach dem Ausschluss seines Landes aus dem Programm zur Lieferung von F-35-Tarnkappen-Mehrzweckkampfflugzeugen setze sein Land die Herstellung von Komponenten für die Flugzeuge, an der es beteiligt war, fort.

S-400-Kauf und Ausschluss aus US-Programm für Lieferung von F-35-Kampfjets

Die Türkei hatte rund 100 Kampfflugzeuge des Typs F-35 bestellt. Nach dem Kauf von modernen russischen Flugabwehrsystemen S-400 durch Ankara forderte Washington die türkische Regierung auf, sich aus dem Geschäft zurückzuziehen. Da sich die Türkei weigerte, Zugeständnisse zu machen, wurde sie von den USA schließlich aus dem Programm für die Lieferung von F-35-Flugzeugen ausgeschlossen.
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