Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Rücktritt nach Streit mit Transgender-Aktivisten – britische Regierung verteidigt Professorin

CC BY-SA 4.0 / Ak689 / Wikimedia Commons (cropped)Universität Sussex (Archivbild)
Universität Sussex (Archivbild) - SNA, 1920, 01.11.2021
Abonnieren
Die britische Regierung hat die Philosophieprofessorin Kathleen Stock in Schutz genommen, nachdem sie sich nach jahrelangem Streit mit Transgender-Aktivisten zum Rücktritt von der University of Sussex gedrängt sah. Die Gleichstellungsbeauftragte der Regierung ist eigenen Worten zufolge entsetzt.
„Ich glaube nicht, dass sie ihren Job verlieren sollte“, sagte die Tory-Politikerin Kemi Badenoch, Gleichstellungsbeauftragte der britischen Regierung, am Sonntag dem Sender Sky News.
Stock hat ihr Amt am Donnerstag niedergelegt - drei Wochen nach einem Protest von Transgender Aktivistinnen und -Aktivisten auf dem Campus der Universität in Brighton, die mit Plakaten und Graffiti ihre Entlassung forderten. Sie werfen Stock Diskriminierung vor. Stock hatte gesagt, dass Menschen ihr biologisches Geschlecht nicht ändern können und die Geschlechtsidentität das biologische Geschlecht nicht überwiegt, „wenn es um Gesetz und Politik geht“.
Stock habe jedes Recht, ihre Meinung zu vertreten, sagte die Gleichstellungsbeauftragte. Die Professorin der Universität Sussex in Brighton sei mit ihrer Haltung vermutlich im Einklang mit der Mehrheit der Bevölkerung.
Zu Begründung ihrer Entscheidung, die Professur niederzulegen, schrieb Stock auf Twitter, dass sie und ihre Familie seit Jahren eine „wirklich furchtbare Zeit durchmachten“. „Das waren ein paar sehr schwierige Jahre, aber die Vorgehensweise der Leitung in letzter Zeit war bewundernswert und anständig. Ich hoffe, dass andere Institutionen in ähnlichen Situationen daraus lernen können“, schrieb sie. Auch die Universität hat sie bis zuletzt verteidigt. „Ich freue mich besonders zu sehen, dass die Universität betont, dass Mobbing und Belästigung von Personen aufgrund ihrer rechtmäßigen Überzeugungen an ihrem Arbeitsplatz inakzeptabel sind“.
Die Intoleranz gegen Stock stehe „in direktem Gegensatz zu den grundlegendsten Prinzipien der Wissenschaft“, schrieb Adam Tickell, Vizekanzler der Universität Sussex in einer E-Mail an die Mitarbeiter. „Wir hatten gehofft, dass Prof. Stock wieder arbeiten kann, und wir hätten sie dabei unterstützt“. Die Universität respektiere aber ihre Entscheidung.
Die Universitätsministerin Michelle Donelan schrieb zu der Situation auf Twitter: „Es ist absolut entsetzlich, dass die toxische Umgebung an der University of Sussex es für Prof. Kathleen Stock unhaltbar gemacht hat, ihre Tätigkeit dort fortzusetzen. Kein Universitätsmitarbeiter sollte jemals um seine persönliche Sicherheit fürchten müssen.“
Später postete Donelan einen Aufruf an Universitäten, Stock eine geeignete Stelle anzubieten. „Wir müssen für die freie Meinungsäußerung eintreten“.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала