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Vorwurf an Australiens Premier: Macron fühlt sich nach geplatztem U-Boot-Deal belogen

Macron - SNA, 1920, 01.11.2021
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Emmanuel Macron hat dem australischen Premierminister Scott Morrison Lüge im Zusammenhang mit der Aufkündigung des milliardenschweren Vertrags für den Kauf von U-Booten vorgeworfen. Eine Videoaufnahme dieser Äußerung des französischen Präsidenten veröffentlichte der Journalist des Sydney Morning Heralds Bevan Shields am Sonntag auf Twitter.
„Ich glaube das nicht, ich weiß das“, sagte Macron am Rande des G20-Gipfels auf die Frage des Journalisten, ob der australische Premier ihn belogen hat. Dabei betonte Macron, er habe großen Respekt vor Australien und seinem Volk.
„Mal sehen, was er (Morrison – Anm. der Red.) tun wird… Ich will nur sagen: Wenn man mit Respekt miteinander umgeht, heißt das jedoch auch, dass man aufrichtig sein und sich dementsprechend verhalten muss“, äußerte Macron zu der Frage, ob er jetzt dem australischen Premier vertraut.
Später lehnte der Premier auf einer Pressekonferenz am selben Tag den Vorwurf ab. Er habe Macron nicht belogen und ihn bereits im Juni darüber informiert, dass konventionelle U-Boote des französischen Herstellers Naval Group die Bedürfnisse seines Landes nicht decken würden und Canberra bei seinen Entscheidungen von seinen eigenen nationalen Interessen ausgehe.
Macron und Morrison haben am vergangenen Donnerstag erstmals seit Beginn der Krise in den Beziehungen beider Länder wegen des geplatzten Deals ein Telefonat durchgeführt. Es liege nun an Canberra, „konkrete Maßnahmen“ vorzuschlagen, um „die Grundlagen unserer bilateralen Beziehungen neu zu definieren“, erklärte der Elysee-Palast danach. Die Entscheidung Australiens, den Vertrag aufzukündigen, habe das Vertrauen untergraben.
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Australien, Großbritannien und die USA haben sich Mitte September zu einem Militärbündnis namens AUKUS zusammengeschlossen. Australien kündigte darüber hinaus an, sich aus dem 56 Milliarden Euro schweren U-Boot-Abkommen mit dem französischen Unternehmen Naval Group zurückzuziehen. Die Vereinbarung mit Frankreich sah die Produktion von zwölf Angriffs-U-Booten der Barracuda-Klasse vor. Der französische Außenminister, Jean-Yves Le Drian, bezeichnete die Entscheidung Australiens als „einen Stich in den Rücken“.
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