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Geimpfte und Ungeimpfte essen getrennt? Drei deutsche Konzerne erwägen Extra-Bereiche in Kantine

CC BY 3.0 / Andrej Bobrowskij / Wikimedia Commons / Bayer-Standort in Berlin (Archivbild)
Bayer-Standort in Berlin (Archivbild) - SNA, 1920, 01.11.2021
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Die drei deutschen Unternehmen Bayer, Eon und Alltours wollen künftig in ihren Kantinen und Cafeterias auf die sogenannte 2G-Regel setzen. Ermöglicht werden soll das durch die Trennung von Essbereichen für Geimpfte/Genesene und Ungeimpfte. Darüber berichtet die Zeitung „Rheinische Post“.
Langsam scheint sich die einst undenkbare 2G-Regel aufgrund weiter stark steigender Corona-Zahlen in vielen Lebensbereichen durchzusetzen. Nun wollen auch drei Konzerne aus Nordrhein-Westfalen separate Sonderbereiche für Geimpfte und Genesene in ihren Kantinen einrichten.
Diejenigen, die sich wiederum nicht impfen lassen oder keine Auskunft über ihren Impfstatus geben wollen, müssen sich laut dem Blatt weiterhin mit Abstandsregeln, Masken und/oder Trennwänden beim Essen abfinden.
Bayer berichtet von mehreren aktuell startenden Pilotprojekten für Kantinenbereiche nur für Geimpfte und Genesene. Es wird betont, dass für Nicht-Geimpfte Kantinen weiterhin zugänglich seien – allerdings in einem getrennten Raum. Alles werde „in enger Zusammenarbeit“ mit den Betriebsräten geplant, erklärte Bayer gegenüber der Zeitung.
Um es auf den Punkt zu bringen, verwies der Konzern darauf, dass die Beschäftigten aus eigenem Wunsch heraus Arbeitsgruppen ohne Ungeimpfte bilden würden. Selbstorganisierte Gruppen (zum Beispiel in Mehrpersonen- oder Großraumbüros, in Laboren oder Teilbereichen der Produktion) dürften demnach unter freiwilliger Einhaltung der 2G-Regel ohne Abstand und Maske zusammenarbeiten oder Arbeitsmeetings im Präsenz-Format durchführen.

Weiterhin Homeoffice angesagt

Im Zuge einer Umfrage bei zwölf führenden Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen setzen die Firmen der Zeitung zufolge für ihre Anti-Corona-Strategie weiterhin auf hohe Home-Office-Quoten. Unter Beteiligten waren demnach neben Alltours, Bayer, Eon und Ergo auch Deutsche Post, Deutsche Telekom, Henkel, LEG Wohnen, L'Oreal Deutschland, RWE, ThyssenKrupp und Vodafone.
Auch nach dem Ende der Pandemie wolle man auf die Arbeit im Home-Office setzen, so das Blatt unter Berufung auf die Unternehmen.
Im Vorfeld des Deutschen Ärztetages plädierte Ärztepräsident Klaus Reinhardt dafür, dass alle Bundesländer für Gastgewerbe, Sport und Veranstaltungen als Option 2G – nur für Geimpfte und Genesene – einführen. Reinhardt nannte das einen zusätzlichen Impfanzreiz und bemängelte, das medizinische Personal sei an der Belastungsgrenze.

2G in anderen Bundesländern

Laut den jüngsten Angaben der Zeitung „Berliner Morgenpost“ können Restaurant-Besitzer oder Party-Veranstalter in Hamburg selbst entscheiden, ob sie nur noch für Geimpfte und Genesene öffnen wollen.
In Berliner kommt es ebenso auf den Willen der Betreiber an, ob der Zutritt zu Innenräumen nur Geimpften oder Genesenen (2G) oder auch Getesteten (3G) erlaubt wird. Im Falle von 2G fallen sonstige Corona-Einschränkungen wie Abstand oder Maske weg. Wer sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen kann, darf trotzdem auch unter der 2G-Regel an Veranstaltungen teilnehmen – dafür aber mit einem frisch gemachten Test.
Auch in Niedersachsen entfallen bei der Einhaltung der optionalen 2G-Regel die Maskenpflicht und das Abstandhalten. Jugendliche unter 18 Jahren und Kinder sind von dieser Verpflichtung ausgenommen, da sie sich ohnehin regelmäßig vor dem Schulbesuch testen sollen.
In Mecklenburg-Vorpommern, Hessen und Sachsen liegt die Entscheidung bezüglich der Einführung von der 2G-Regelung auch voll und ganz bei Gastronomen und Veranstaltern.
Gemäß der jüngsten Regel von Sachsen-Anhalts Landesregierung haben Veranstalter und Gastronomen im Land die Möglichkeit, mehr Gäste reinzulassen, wenn sie das 2G-Modell einführen. Damit gewähren sie nur noch Geimpften und Genesenen Zutritt – Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren dürfen zunächst noch nicht geimpft sein.
In Rheinland-Pfalz gilt eine sogenannte 2G-plus-Regelung. Diese impliziert, dass Geimpfte und Genesene alles nutzen dürfen, Getestete müssen dabei hingegen mit Beschränkungen rechnen. Bei steigenden Infektionszahlen im Land soll der Zutritt von Ungeimpften zu Veranstaltungen jeglicher Art und der Gastronomie reduziert werden.
Baden-Württemberg hat seit Mitte September einen Dreistufenplan eingeführt, demgemäß die Intensivbetten-Belegung als Corona-Messlatte gilt. In einer ersten Stufe haben Ungeimpfte nur noch mit einem negativen PCR-Test Zugang zu bestimmten öffentlichen Bereichen. In einem zweiten Schritt, bei einer Verschärfung der Lage, haben Ungeimpfte unter anderem keinen Zutritt mehr zu Restaurants, Kultur- und Sportveranstaltungen.
In Bremen gilt ein vierstufiges Corona-Warnmodell, das sich an der örtlichen Hospitalisierungsrate orientiert. Je nach Warnstufe gelten unterschiedliche Regelungen. 2G wiederum ist bisher nicht vorgesehen.
Eine generelle 2G-Regel ist in Nordrhein-Westfalen nicht geplant, die 3G-Regel soll bis auf Weiteres unverändert bestehen bleiben. Trotzdem sind einzelne 2G-Regelungen möglich. Duisburg setzt auf 2G bei städtischen Kultur- und Freizeitveranstaltungen ab dem 1. November.
Schleswig-Holstein hat die 2G-Regel nicht eingeführt – sollte sich die Situation in den Krankenhäusern aber zuspitzen, sei „ein Übergang zu einer 2G-Regelung mit 3G-Option vorgesehen“.
Mund-Nasen-Schutz (Symbolbild) - SNA, 1920, 25.09.2021
Hamburg hebt Maskenpflicht bei 2G-Option auf
Auch in Bayern sind neue Regeln in Kraft, die auch eine „Krankenhaus-Ampel“ als Indikator umfassen. 2G sei „theoretisch möglich und nicht verboten“, hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) gesagt.
Im Saarland gibt es keine Einschränkungen mehr für Getestete, Geimpfte oder Genesene. Das Land hat eine eigene 3G-Plus-Regel eingeführt: Demnach gilt für Veranstaltungen, bei denen Abstände nicht eingehalten werden können, nur noch eine Empfehlung zum Maskentragen.
In Thüringen kann der Zutritt zu Veranstaltungen weiter begrenzt werden. Veranstalter haben unabhängig von geltenden Warnstufen die Wahl zwischen zwei Optionsmodellen: So kann etwa beim Besuch von Messen, Kinos, Discos und kulturellen Einrichtungen nur Geimpften und Genesenen der Zutritt gewährt werden. Neben 2G ist auch eine 3G-Plus-Variante möglich, bei der nur Geimpfte, Genesene und Getestete mit einem PCR-Test oder einem Test mit einem alternativen Verfahren Zugang erhalten.
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