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G20-Gipfel: Bolsonaros Leibwächter sollen Journalisten geschlagen haben

© REUTERS / ADRIANO MACHADODer brasilianische Präsident Jair Bolsonaro
Der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro - SNA, 1920, 01.11.2021
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Das Sicherheitspersonal des brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro soll am Rande des G20-Gipfels in Rom gewaltsam auf Medienleute losgegangen sein. Ein Pressevertreter soll einen Schlag in den Magen abbekommen haben. Ob es sich bei den Sicherheitskräften um Brasilianer oder Italiener handelte, blieb zuerst unklar.
Wie Reuters unter Berufung auf die brasilianische Zeitung O Globo berichtet, hatte der Fernsehjournalist Leonardo Monteiro des Fernsehsenders TV Globo gefragt, warum Bolsonaro am Sonntag nicht an den G20-Veranstaltungen teilgenommen habe. Daraufhin sei er von Sicherheitsleuten in den Magen geschlagen und gestoßen worden.
Demo gegen Staatschef Bolsonaro in Sao Paulo - SNA, 1920, 03.10.2021
Erneut Massenproteste gegen Staatschef Bolsonaro in Brasilien
Ein Video zeigte chaotische Szenen mit Sicherheitskräften, die die Presse bedrängen, und Bolsonaro-Anhänger, die die Journalisten beschimpfen. Das Büro Bolsonaros und das Presseteam des G20-Gipfels haben bisher noch nicht auf Anfragen reagiert.

Das Wochenende in Rom war für Bolsonaro laut Reuters schlecht verlaufen. Videos von G20-Veranstaltungen zeigten ihn als isolierte Figur. Auf dem Foto, das am Trevi-Brunnen mit den Staats- und Regierungschefs aufgenommen wurde, fehlte er. Auf den Straßen Roms wurde er lautstark für seinen Umgang mit der Pandemie in seinem Land kritisiert und von Kritikern als „Völkermörder“ bezeichnet.

In seiner Heimat ist Bolsonaro wegen seiner Corona-Politik umstritten. Der Staatschef hatte die Gefährlichkeit des Coronavirus und den Sinn von Impfungen schon mehrfach in Zweifel gezogen.
In Brasilien kommt es immer wieder zu Massenprotesten gegen den Präsidenten. Das lateinamerikanische Land zählt bereits rund 600.000 Corona-Tote. Vor diesem Hintergrund kommt es zu Lieferengpässen bei Impfstoffen.
Im Juli eröffnete der Oberste Gerichtshof Brasiliens gegen den Präsidenten zudem eine Untersuchung wegen Korruptionsvorwürfen. Hintergrund war die Bestellung von 20 Millionen Dosen des indischen Corona-Impfstoffs Covaxin. Eine Gruppe von Senatoren stellte Strafanzeige gegen Bolsonaro wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch.
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