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Aserbaidschan beschuldigt Armenien 30-jähriger ethnischer Säuberung

© SNA / Alexey Kudenko  / Zur BilddatenbankAserbaidschanische Soldaten auf dem Gebiet des Bezirks Agdam
Aserbaidschanische Soldaten auf dem Gebiet des Bezirks Agdam - SNA, 1920, 01.11.2021
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Der aserbaidschanische Präsident, Ilham Alijew, hat Armenien in einer Rede vor den Generalstaatsanwälten des Kooperationsrates der türkischsprachigen Staaten Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.
Eriwan verfolge seit 30 Jahren eine Politik der ethnischen Säuberung im Gebiet von Bergkarabach, sagte Alijew am Montag. „Während der Besetzung hat Armenien alle unsere Dörfer und Städte vollständig zerstört, unsere historischen, kulturellen und religiösen Denkmäler waren Vandalismus ausgesetzt“, betonte der Präsident von Aserbaidschan.
Er erinnerte in seiner Rede zudem an das Massaker von Chodschali im Jahr 1992, als armenische Militärs 613 Zivilisten getötet hätten. Alijew merkte auch an, dass während des ersten Karabach-Krieges (1988-1994) mehr als 4.000 Bürger Aserbaidschans vermisst worden seien.
Nach dem jüngsten Bergkarabach-Konflikt hat Aserbaidschan Alijew zufolge die territoriale Integrität wiederherstellt. Nun beginne in der Region eine neue Realität, die dem zuverlässigen Schutz der Menschenrechte und der Freiheiten einen Impuls geben sollte.

Konflikt zwischen Armenien und Aserbaidschan

Armenien und Aserbaidschan hatten vom 27. September bis zum 9. November vergangenen Jahres einen neuen Krieg um die seit langem umkämpfte Region Bergkarabach geführt. Aserbaidschan holte sich dabei weite Teile des Anfang der 1990er Jahre verlorenen Gebietes zurück. Während der Kämpfe kamen rund 6500 Menschen auf beiden Seiten ums Leben.
Ende Juli wurden die Feuergefechte an der armenisch-aserbaidschanischen Grenze wieder aufgenommen. Baku erklärte, Armenien habe gegen das Waffenstillstandsabkommen verstoßen. Eriwan meldete nach einer Schießerei an der Grenze zu Aserbaidschan in der Region Gecharkunik drei Tote und fünf verletzte armenische Soldaten.
Grenzkontrollpunkt zwischen Armenien und Aserbaidschan - SNA, 1920, 17.10.2021
Armenien meldet erneuten Beschuss eines Grenzdorfes durch Aserbaidschan
Später bestätigten die Parteien eine Einigung über einen Waffenstillstand an der Grenze. Nach Angaben der armenischen Militärabteilung wurde die Einigung unter Vermittlung russischer Friedenstruppen erzielt.
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