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Grenzer in Belarus melden Leichenfund an Grenze zu Polen

© SNA / Viktor Tolotschko / Zur BilddatenbankWeißrussisch-polnische Grenze
Weißrussisch-polnische Grenze - SNA, 1920, 30.10.2021
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Einer Mitteilung des Staatlichen Grenzkomitees von Belarus zufolge ist an der Grenze zu Polen die Leiche eines irakischen Staatsbürgers gefunden worden.
„Am 29. Oktober wurde eine Gruppe von Flüchtlingen aus Syrien und dem Irak von einer belarusischen Grenzpatrouille an einem Grenzabschnitt der belarusisch-polnischen Grenze entdeckt, in deren Nähe die Leiche eines nicht-slawischen Mannes am Boden lag. Die Art der Spuren, die an der Grenze hinterlassen wurden, deuteten darauf hin, dass die Leiche von Polen nach Belarus verbracht wurde“, teilte der belarusische Grenzschutz in seinem Telegram-Kanal mit.
Unter Verweis auf die Flüchtlinge teilte die Behörde weiter mit, dass diese „zum Zeitpunkt der Tragödie in Polen“ gewesen seien. Einer von ihnen, ein irakischer Staatsbürger, habe Diabetes gehabt und Insulin gebraucht, doch die polnischen Sicherheitskräfte, die die Flüchtlinge festgenommen hätten, hätten nicht nur ihre Bitten um medizinische Hilfe ignoriert, sondern sie auch geschlagen.
„Wie die Ausländer erklärten, brachten bewaffnete Männer in Uniform nach dem Tod des Kranken alle Flüchtlinge gewaltsam an die Grenze, schnitten auf polnischer Seite den Stacheldrahtzaun auf und zwangen sie, die Leiche unter Androhung körperlicher Gewalt über die Grenze zu tragen“, behauptete das staatliche Grenzkomitee.
Zusammen mit den Flüchtlingen hätten die polnischen Grenzer zwei Ausländer mit in Deutschland ausgestellten Dokumenten „gewaltsam abgeschoben“, welche den „Menschen in einer schwierigen Situation“ haben helfen wollen.
Die belarusischen Grenzschutzbeamten hätten ein Ermittlungs- und Einsatzteam zum Tatort gerufen, welches die Umstände und die Todesursache des irakischen Staatsbürgers ermitteln solle.
In der letzten Zeit melden Litauen, Lettland und Polen einen Anstieg der Zahl der illegalen Migranten, die an der Grenze zu Belarus festgenommen werden. Sie werfen Minsk vor, eine Migrationskrise verursacht zu haben. Minsk weist alle Vorwürfe zurück.
Der belarusische Präsident, Alexander Lukaschenko, hatte Ende Mai angekündigt, dass Minsk Migranten nicht mehr an der Weiterreise in die EU hindern werde – wegen der westlichen Sanktionen gebe es dafür „kein Geld und keine Kräfte“.
Die belarusischen Grenzer haben ihrerseits wiederholt die gewaltsame Abschiebung von Migranten durch Litauen, Polen und Lettland auf das Territorium von Belarus gemeldet, wobei viele von ihnen Angaben zufolge Körperverletzungen aufweisen.
Ein Bundespolizist bewacht einen festgenommenen Migranten in Frankfurt an der Oder. 28. Oktober 2021.  - SNA, 1920, 30.10.2021
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