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Etwas Erleichterung – und große Dankbarkeit: Merkel zu Gefühlen nach Erhalt von Entlassungsurkunde

© AP Photo / Hannibal HanschkeBundeskanzlerin Angela Merkel (Archivbild)
Bundeskanzlerin Angela Merkel (Archivbild) - SNA, 1920, 30.10.2021
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Nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt fühlt sich die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel erleichtert und dankbar. Dies teilte Merkel in einem großen Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) am Samstag mit.
Laut Merkel war sie etwas erleichtert, als sie am Dienstag aus den Händen des Bundespräsidenten ihre Entlassungsurkunde erhalten hatte. Größtenteils empfand sie aber „große Dankbarkeit, sechzehn Jahre lang dieses Amt ausgeübt haben zu können“, fügte die Kanzlerin hinzu. Sie zeigte sich zudem zufrieden, „auf eine lange, auch zum Teil komplizierte Wegstrecke zurückzublicken“ zu dürfen.
„Ein bisschen Wehmut wird später vielleicht auch dazu kommen“, sagte sie im Gespräch.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (Archivbild) - SNA, 1920, 28.10.2021
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Während der laufenden Koalitionsverhandlungen bleibe sie ja noch einige Wochen im Amt, betonte die Kanzlerin. Das erfordere nun ihre volle Aufmerksamkeit. „Jeden Tag können Dinge geschehen, die schnell angepackt werden müssen, natürlich auch in Abstimmung mit denen, die jetzt die Mehrheit des Bundestages stellen“.
Als besonders folgenschwere Entscheidungen während dieser 16 Jahre nannte Merkel das EU-Türkei-Abkommen und die Sparer-Garantie in der Finanzkrise 2008. „Das Amt der Bundeskanzlerin hat mich sicherlich aufmerksamer gegenüber krisenhaften Entwicklungen gemacht“, so die Kanzlerin. Diese Krisenaufmerksamkeit und das ständige Bemühen, vorzubeugen oder zumindest rechtzeitig zu reagieren, machen nach ihren Worten die Aufgabe dieses Amtes so herausfordernd.
„Ich kann jetzt mit einem guten Gefühl sagen, dass es richtig ist, dass das jetzt ein anderer übernimmt“, zitiert FAZ Merkel.
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„Die sechzehn Jahre als Bundeskanzlerin werde ich immer als eine Zeit in Erinnerung behalten, die mich erfüllt hat“, sagte die Kanzlerin weiter. Nun freue sie sich darauf, sich etwas mit Lesen und Reisen zu beschäftigen. „Oder einfach mal Muße haben in dem Wissen, dass nicht in den nächsten zwanzig Minuten schon wieder etwas Umwälzendes passieren kann“, so Merkel.
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