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Düsteres Bild zu Waldbränden in der EU: Abgebrannte Fläche größer als Luxemburg

© AFP 2021 / PATRICK PLEUL / dpa / AFPWaldbrände in Deutschland (Archiv)
Waldbrände in Deutschland (Archiv) - SNA, 1920, 29.10.2021
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In der EU sind 2020 laut einem Bericht der EU-Kommission rund 340.000 Hektar Wald abgebrannt. Die Fläche sei um 30 Prozent größer als Luxemburg, heißt es in der am Freitag in Brüssel veröffentlichten Studie, in der die Waldbrände vom vergangenen Jahr in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika untersucht wurden.

"Der Klimawandel wirkt sich auf die Dauer und Intensität der Brandsaison aus, gefährdet mehr Menschenleben und belastet die Natur.Der heutige Bericht zeigt, wie verheerend das letzte Jahr war - eine Entwicklung, die sich, wie die diesjährigen Daten zeigen, fortsetzt", teilte der EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius mit.

Den Untersuchungen zufolge war die Waldbrandsaison 2020 von zahlreichen Flächenbränden im ersten Halbjahr geprägt: Im Winter brachen Brände im rumänischen Donaudelta und in den Pyrenäen aus, im Frühjahr hauptsächlich in der Balkanregion. Im Sommer und Herbst seien die Mittelmeerländer, insbesondere Spanien und Portugal, am stärksten betroffen gewesen.
Dem Bericht zufolge ereigneten sich die schwersten Flächenbrände des Jahres außerhalb der EU: nahe dem explodierten Reaktors des Atomkraftwerks Tschernobyl in der Ukraine. Aus Deutschland seien 1360 Waldbrände gemeldet worden. Den Informationen zufolge brannte es auf einer Fläche von 368 Hektar. Am stärksten betroffen war das Bundesland Brandenburg.
Niedergebrannter Campingplatz im Départements Var, Frankreich, der 17. August 2021   - SNA, 1920, 20.08.2021
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„Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Berichts sind bereits fast 0,5 Millionen Hektar in Flammen aufgegangen, 61 Prozent davon sind Wälder, deren Erholung Jahre dauern wird. Etwa 25 Prozent der in Europa abgebrannten Gebiete gehörten zu den Natura-2000-Gebieten, den EU-Reservoirs biologischer Vielfalt“, schrieb die EU-Kommission.
Während der Brandsaison 2020 seien aus Spanien insgesamt sechs Tote gemeldet worden, darunter vier Feuerwehrleute. Schuld an den Feuern trage meist der Mensch: Über 90 Prozent der Brände in der EU seien auf menschliches Handeln zurückzuführen, hieß es.
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