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Spahn ruft über 60-Jährige zur Auffrischungsimpfung auf – „Boostern“ aber auch für alle möglich

CC BY-SA 3.0 / Olaf Kosinsky / Wikimedia CommonsBundesgesundheitsminister Jens Spahn (Archivbild)
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (Archivbild) - SNA, 1920, 29.10.2021
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Wegen des weiteren Anstiegs der Infektionszahlen hat am Freitagmorgen der Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in einem Interview mit rbb-Inforadio erneut für eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus geworben. Vor allem die über 60-Jährigen sollten sich laut Spahn boostern lassen.
Der Minister richtete seinen Aufruf zur Auffrischung in erster Linie an diejenigen über 60 Jahre. Dieser gelte aber auch „für Menschen, die pflegebedürftig sind oder bestimmte Vorerkrankungen haben, oder auch für Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten und Kontakt mit möglicherweise Infizierten regelmäßig haben könnten“. Auch Menschen, die mit Astrazeneca oder Johnson & Johnson geimpft seien, sollten sich auch unbedingt boostern lassen, so Spahn.
Der russische Einkomponenten-Impstoff Sputnik Light - SNA, 1920, 14.10.2021
Russisches Einzeldosis-Vakzin „Sputnik Light“ als Booster wirksam – RDIF
Für alle anderen sei die Auffrischungsimpfung auch möglich. Jeder, der sich boostern lasse, trage auch dazu bei, dass „wir sicher durch den Winter kommen“, unterstrich der CDU-Politiker. Er verwies hierbei auf Israel, wo sich durch das Boostern eine Corona-Welle brechen ließ. Die Aufgefrischten seien tatsächlich auch weniger infektiös und könnten laut Spahn andere weniger anstecken.
„Wir haben mehr als genug Impfstoff“, sagte der Minister auf die Frage, ob man einem anderen Impfwilligen mit einer dritten Impfung nicht etwa einen Platz wegnehme. Deutschland habe so viel Impfstoff, dass es ihn zum einen mit der Welt teilen, und zum anderen allen Impfwilligen fürs Boostern anbieten könne.
„Empfohlen ist es vor allem auch für die über 60-Jährigen, weil wir bei denen das größte Risiko haben weiterhin auch für einen schweren Verlauf oder für einen Krankenhausaufenthalt“, wiederholte Spahn.
„Dass die Zahlen steigen würden, das war ja auch erwartet für Herbst und Winter, weil wir auch wieder mehr im Innenraum sitzen“, so der Minister. Wichtig sei, dass man die Belastung bei Intensivstationen und Krankenhäusern nicht zu stark steigen lasse. Deshalb müssten „wir wieder vorsichtiger, achtsamer miteinander“ sein. Dazu gehöre auch das Boostern und Schutzkonzepte für die besonders Verwundbaren, findet Spahn.
„Ich wäre bei den Ländern sehr dafür, dass endlich wieder alle Bundesländer Testkonzepte verpflichtend machen für Pflegeeinrichtungen. Übrigens dann auch Teste-Verpflichtungen für Geimpfte in den Pflegeeinrichtungen, weil die mit besonders Verwundbaren arbeiten, mit denjenigen, wo das Virus auch besonders gewütet hat.“
Seit Ende 2020 wurden laut dem Robert Koch-Institut (RKI) rund 111,7 Millionen Impfungen in Deutschland verabreicht. 57,7 Millionen davon waren Erstimpfungen. Somit liegt der Anteil der Geimpften mit mindestens einer Impfung an der Gesamtbevölkerung bei 69,3 Prozent. 55,4 Millionen Menschen gelten als vollständig geimpft. Im September 2021 wurden in Deutschland auch Booster-Impfungen freigegeben. Bislang wurden insgesamt zwei Millionen dieser Impfungen durchgeführt.
Moderna-Impfstoff - SNA, 1920, 19.09.2021
US-Behörde lehnt Pfizer-Auffrischungsimpfung nach Studien über nachlassende Wirkung ab
Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche beträgt nach Angaben des RKI am Freitagmorgen 139,2. Am Vortag lag der Wert bei 130,2, vor einer Woche bei 95,1. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 24.668 Corona-Neuinfektionen, wobei der Wert vor einer Woche bei 19.572 lag.
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