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20 Jahre Friedwald: Immer mehr Menschen wählen die Baumbestattung

© CC0 / brainman / PixabayFriedwald (Symbolbild)
Friedwald (Symbolbild) - SNA, 1920, 29.10.2021
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20 Jahre nach der Eröffnung des ersten Friedwaldes gibt es inzwischen bundesweit über 150 Standorte. Und die Baumbestattung ist im Trend: Mit 19 Prozent liegt sie auf Platz zwei der bevorzugten Bestattungsarten.
Eine individuelle, nicht-konfessionelle Bestattung, ein letzter Ruheplatz in der Natur und kein Grabpflegeaufwand für die Hinterbliebenen: Das sind nur einige der Gründe, weswegen sich immer mehr Deutsche für eine Beisetzung in einem Friedwald entscheiden. Wie eine Studie der Verbraucherinitiative Aeternitas 2019 herausfand, wünschen sich 19 Prozent eine Baumbestattung. Noch beliebter ist nur die pflegefreie Beisetzungsform auf dem Friedhof mit 21 Prozent. Seit die Darmstädter Friedwald GmbH im November 2001 den ersten Wald dieser Art im Reinhardswald in der Nähe von Kassel gegründet hatte, hat sich viel getan. Inzwischen betreibt sich 76 Standorte, ihr größter Wettbewerber, die Ruheforst GmbH, hat 75 Standorte.
Allein im Friedwald Reinhardswald hätten seit seiner Gründung 7950 Beisetzungen stattgefunden, schreibt die Deutsche Presse-Agentur mit Verweis auf die Sprecherin der Friedwald GmbH, Carola Wacker-Meister. Einen Platz in dem 116 Hektar großen Wald bekäme man schon ab 490 Euro, einen eigenen Baum ab 2490 Euro. Hinzu kämen Beisetzungskosten von 350 Euro. Voraussetzung ist eine Einäscherung. Die Asche der Verstorbenen gehe – je nach Bodenbeschaffenheit – nach etwa fünf Jahren in den Waldboden über, so Wacker-Meister.
Stephan Neuser, Generalsekretär des Bundesverbandes Deutscher Bestatter, bestätigt den Trend zur Waldbestattung. Dieser gehe einher mit dem Trend zur Feuerbestattung, für die sich inzwischen 75 Prozent der Deutschen entschieden. Bei beidem spiele das Entfallen der Grabpflege eine Rolle. „Wir leben in einer mobilen Gesellschaft. Viele Angehörige leben weit entfernt und können sich nicht darum kümmern.“ Statt eines Grabes und Grabschmuck gibt es im Friedwald lediglich ein Schild an einem Baum.
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