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Fahrlässigkeit und Inkompetenz? Großbrand mit 60 Toten in Sibirien – acht Hafturteile gefällt

Feuerwehr (Symbolbild) - SNA, 1920, 29.10.2021
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Mehr als dreieinhalb Jahre nach dem schweren Brand mit 60 Toten im russischen Kemerowo (Westsibirien) hat ein städtisches Bezirksgericht am Freitag acht Angeklagte zu Freiheitsstrafen zwischen fünf und 14 Jahren verurteilt.
Das Großfeuer war am 25. März 2018 ausgebrochen. Der Brandherd lag in der obersten Etage des viergeschossigen Einkaufszentrums, in der sich Kinosäle und Kinderspielräume mit Attraktionen befanden. Als Brandursache galten ein Kabelbrand in einem Kinosaal sowie ein Kurzschluss in der Kinderabteilung. Unter den Opfern waren 37 Kinder. 147 Menschen erlitten Verletzungen.
Die Ermittler haben mehr als 400 gerichtsmedizinische, molekulargenetische und brandschutztechnische Expertisen vorgenommen. Im Zuge des Ermittlungsverfahrens wurden mehr als 450 Menschen, darunter 83 Angehörige der Opfer, vernommen.
Wegen Verstößen gegen Sicherheits- und Brandvorschriften müssen die Generaldirektorin des Zuckerwarenkombinats (des Eigentümers des Einkaufszentrums), Julia Bogdanowa, und die Generaldirektorin des Einkaufszentrums, Nadeshda Suddenok, für 14 beziehungsweise 13,5 Jahre ins Straflager. Unter den Verurteilten waren auch Verantwortliche für die Technik und für den Brandschutz.
Erwartet wird noch ein zweites Verfahren unter anderem auch gegen Verantwortliche in den russischen Behörden, die die technischen Anlagen abgenommen hatten.
„Das Ermittlungskomitee hat alle Personen zur Verantwortung gezogen, deren Handlungen oder Untätigkeit zu dieser Tragödie geführt haben“, sagte die Sprecherin des zentralen Ermittlungskomitees, Swetlana Petrenko, am Freitag.
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