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Erste Hinrichtung seit sechs Jahren im US-Bundestaat Oklahoma

© AP PhotoJohn Marion Grant
John Marion Grant - SNA, 1920, 29.10.2021
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Erstmals seit 2015 haben die Behörden im amerikanischen Bundestaat Oklahoma wieder einen Verurteilten hinrichten lassen. Das Todesurteil wurde am Mörder John M. Grant vollstreckt, wie internationale Nachrichtenagenturen melden.
Der 60-jährige Grant wurde demnach am Donnerstag um 16:21 Uhr (Ortszeit) in einem Gefängnis in McAlzester hingerichtet. Dafür wurden ihm insgesamt drei verschiedene Stoffe injiziert, die zum Tode führten.
Der Dreier-Cocktail soll den Empfänger zunächst bewusstlos und schmerzunempfindlich machen, gefolgt von weiteren Wirkstoffen, die zum Tod führen. Ein Medienzeuge sagte jedoch, Grant habe zwei Dutzend Mal gekrampft und sich übergeben, bevor er starb.
Nach Verabreichung des ersten Medikaments, des Beruhigungsmittels Midazolam, begann Grant der Nachrichtenagentur AP zufolge zu krampfen und zu erbrechen.
Nach Angaben der Anwältin Sarah Jernigan handelt es sich um die erste Hinrichtung eines Verurteilten in Oklahoma seit 2015. Sie hält die Hinrichtung für ungerecht. Zuvor hatte Grant einen Aufschub der Hinrichtung beantragt.
Laut Reuters sagte Jernigan in einer schriftlichen Erklärung, er habe sich mehr als jeder andere Mandant, mit dem sie gearbeitet hatte, bemüht, zu sühnen und seine Taten zu verstehen.
John M. Grant sei laut ihren Aussagen sowohl zu Hause als auch im Jugendstrafvollzug von Oklahoma Opfer von Brutalität geworden. Dennoch habe er keine angemessene psychiatrische Behandlung erhalten, bevor er 1998 den Gefängniswärter Gay Carter ermordete, während er wegen eines anderen Verbrechens inhaftiert war.
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Oklahoma hatte laut AP eine der am aktivsten Todeszellen in den USA, bis Probleme mit falschen tödlichen Medikamenten in den Jahren 2014 und 2015 zu einem De-facto-Moratorium führten.
Während des Moratoriums plante Oklahoma die Hinrichtung von Häftlingen mit Stickstoffgas, verwarf diese Idee aber schließlich und kündigte im vergangenen Jahr an, die Hinrichtungen mit denselben drei Medikamenten für die tödliche Injektion wiederaufzunehmen, das auch bei den fehlerhaften Hinrichtungen verwendet wurde. Die drei Medikamente sind: Midazolam, ein Beruhigungsmittel, Vecuroniumbromid, ein Lähmungsmittel, und Kaliumchlorid, das das Herz stoppt.
Mehr als zwei Dutzend Todestraktinsassen aus Oklahoma sind Teil einer bundesstaatlichen Klage, die die Verwendung dieser tödlichen Injektion angreift. Sie argumentieren, dass die Methode mit den drei Medikamenten verfassungswidrige Schmerzen und Leiden verursachen kann. Eine Verhandlung ist für Anfang nächsten Jahres angesetzt.
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