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Für ein schöneres „Zoomface“: Botox-Behandlungen und Lidstraffungen boomen in Corona-Zeiten

© Depositphotos / MichaeljungKosmetologe untersucht die Haut der Patientin
Kosmetologe untersucht die Haut der Patientin - SNA, 1920, 29.10.2021
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Wie eine Studie der Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) gezeigt hat, wurden im Pandemiejahr 2020 besonders ästhetische Eingriffe im Gesicht nachgefragt. Verantwortlich seien die häufigen Videokonferenzen und die Maskenpflicht, bei der verstärkt mit den Augen kommuniziert werde.
„Das Pandemiejahr hat die Gesichter ästhetisch verändert“, sagt Dr. Steffen Handstein, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und VDÄPC-Präsident. 74,08 Prozent aller ästhetischen Behandlungen fanden 2020 im Gesicht statt – das ist eine Zunahme von 2,81 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Minimalinvasive Eingriffe waren dabei mit 48.343 Behandlungen an erster Stelle, davon waren mit rund 40 Prozent Faltenbehandlungen mit Butolinumtoxin am stärksten nachgefragt. An zweiter Stelle kamen Hyaluron-Behandlungen mit rund 30 Prozent. Neu auf Platz drei kam im Coronajahr 2020 die Oberlidstraffung mit sieben Prozent. „Für die Patientinnen und Patienten ist ein strahlendes Lächeln mit den Augen zum elementaren Kommunikationsmittel avanciert“, erklärt Dr. Handstein. „Durch die Maskenpflicht lächeln die Menschen auch mit den Augen, nicht nur mit dem Mund.“
Doch woher kommt der Trend? Eine Ursache sehen die Fachleute in der kritischeren Auseinandersetzung mit dem eigenen Äußeren, bedingt durch häufige Zoom-Konferenzen und mehr Zeit in den sozialen Netzwerken während der Arbeit im Homeoffice, und zwar unabhängig vom Alter. Ungünstige Kamerawinkel, wenig vorteilhafte Beleuchtung - „Das sogenannte Zoomface betrifft jetzt jeden“, so Handstein.
In Zusammenhang mit einer Covid-19-Schutzimpfung rät die VDÄPC zur Einhaltung eines zeitlichen Abstands zwischen ästhetischen Gesichtsbehandlungen im minimalinvasiven Bereich. „Wir empfehlen vier Wochen zwischen einer Covid-Impfung und einer minimalinvasiven Behandlung mit Fillern“, so Prof. Dr. med. Detlev Hebebrand, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie und Vizepräsident der VDÄPC. Der Stand der Forschung erlaube bisher keine belastbare Empfehlung zum Abstand von Hyaluron-Unterspritzungen und einer SARS-CoV-2-Schutzimpfung.
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