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Nach AUKUS-Streit: Biden nennt Frankreich „überaus geschätzten Partner“

© AFP 2021 / LUDOVIC MARINUS-Präsident Joe Biden beim Treffen mit seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron am 29. Oktober im Vatikan
US-Präsident Joe Biden beim Treffen mit seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron am 29. Oktober im Vatikan   - SNA, 1920, 29.10.2021
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Seit September herrscht ein Streit zwischen Frankreich, den USA und Australien wegen des AUKUS-Pakts im Südpazifik. Nun hat der US-Präsident Joe Biden beim Treffen mit seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron am Freitag zugegeben, dass Washington in dieser Angelegenheit „ungeschickt“ gehandelt hat.
Biden war nach eigenen Worten „unter dem Eindruck gewesen, dass Frankreich schon lange vorher darüber informiert wurde, dass das (französisch-australische U-Boot-) Abkommen nicht zustande kommen würde“, sagte er im Vatikan vor dem Auftakt des G20-Gipfels in Rom. Das war das erste persönliche Treffen von Biden und Macron nach dem AUKUS-Debakel.
„Ganz ehrlich, ich wusste nicht, dass Sie nicht informiert wurden“, beharrte er. „Um einen englischen Ausdruck zu verwenden, war das, was wir gemacht haben, ungeschickt, nicht mit viel Gnade“, so Biden weiter.
Der US-Präsident betonte, „es gibt keinen Ort auf der Welt, wo sie nicht zusammenarbeiten könnten", und bestand darauf, dass „sie keinen älteren, loyaleren und anständigeren Verbündeten hätten als Frankreich“.
Macron nannte das Rendezvous mit Biden nach zwei Telefongesprächen, die sie im September und Oktober geführt hatten, „ein wichtiges Treffen“ und betonte die Notwendigkeit, „in die Zukunft zu blicken“, nachdem sie sich auf „eine gemeinsame Anstrengung, eine politische Reaktion und eine verstärkte Zusammenarbeit zwischen den USA und Frankreich geeinigt hätten“.
Macron lobte Biden für seine „konkreten Entscheidungen“, die Washington getroffen habe, um das Vertrauen zwischen den beiden Nato-Verbündeten zu stärken.
„Was jetzt wirklich zählt, ist, was wir in den kommenden Wochen, den kommenden Monaten, den kommenden Jahren gemeinsam unternehmen werden“, sagte der französische Präsident.

U-Boot-Streit

Die von US-Präsident Joe Biden, Australiens Regierungschef Scott Morrison und dem britischen Premierminister Boris Johnson jüngst initiierte AUKUS-Allianz ließ ein U-Boot-Geschäft zwischen Australien und Frankreich im Wert von 56 Milliarden Euro platzen. Paris reagierte wütend. Macron ließ den französischen Botschafter aus den USA abziehen und sagte einen geplanten Verteidigungsgipfel mit Großbritannien ab. Außerdem drängt Paris darauf, die Unterzeichnung eines Freihandelsabkommens zwischen Australien und der EU zu verschieben.
Ende September hatte Macron ein Telefonat mit Biden geführt und Anfang Oktober den US-Außenminister Antony Blinken in Paris getroffen, um das Vertrauen zwischen Frankreich und den USA wiederherzustellen.
EU-Außenbeauftragter Josep Borrell in Moskau, 5. Februar 2021 - SNA, 1920, 21.09.2021
Geplatzter U-Boot-Deal: EU-Außenminister zeigen Solidarität mit Frankreich – Borrell
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