Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Sudans General al-Burhan: „Wir werden einen Premierminister wählen, der zu den Technokraten gehört“

© AP Photo / Marwan AliGeneral al-Burhan spricht vor Journalisten beim Generalkommando der Streitkräfte in Khartum am 26. Oktober 2021
General al-Burhan spricht vor Journalisten beim Generalkommando der Streitkräfte in Khartum am 26. Oktober 2021 - SNA, 1920, 29.10.2021
Abonnieren
Der Befehlshaber der sudanesischen Armee, Abdel Fattah al-Burhan, will einen Technokraten zum neuen Premierminister des Landes machen. Laut seinen Worten liegt noch keine Kandidatenliste für diesen Posten vor.
„Wir werden einen Premierminister wählen, der zu den Technokraten gehört“, so der General gegenüber SNA am Freitag. Der vorherige Premierminister sei im Konsens zwischen den politischen und militärischen Kräften gewählt worden. „Da es jetzt keine politischen Kräfte mehr gibt, haben wir die patriotische Pflicht, das Volk zu führen und ihm in der Übergangszeit bis zu den Neuwahlen zu helfen“, so al-Burhan.
 Abdalla Hamdok spricht auf einer internationalen Konferenz zur Unterstützung des Sudan (Archivbild) - SNA, 1920, 28.10.2021
EU- und UN-Diplomaten nach Treffen mit Hamdok: Entmachteter Premierminister des Sudan wohlauf
Laut dem Armeechef wird das Militär sich „nicht in die Auswahl der Minister einmischen“. Diese sollen vom Premierminister ernannt werden. Über die Kandidatur des Premierministers müssten die verschiedenen Schichten des sudanesischen Volkes einen Konsens finden, betonte der General. Eine Liste mit den Namen der Kandidaten für diesen Posten liege al-Burhan zufolge noch nicht vor.

Putsch im Sudan

Das Militär hatte am Montagmorgen bei einem Putsch im Sudan die Macht an sich gerissen. General Abdel Fattah al-Burhan, der bisher gemeinsam mit dem Premierminister Abdalla Hamdok an der Spitze einer Übergangsregierung stand, verkündete die Entmachtung der zivilen Regierungsmitglieder und verhängte einen Ausnahmezustand. Hamdok und die meisten Regierungsmitglieder wurden festgenommen.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron - SNA, 1920, 18.05.2021
Frankreich erlässt dem Sudan Schulden in Milliardenhöhe – auch Deutschland sagt Hilfe zu
Am Donnerstag hatten sich die EU- und UN-Diplomaten mit Hamdok getroffen, der unter Hausarrest steht, und bestätigten, er sei wohlauf. In westlichen Ländern werden der entmachtete Premierminister und sein Kabinett weiterhin als die verfassungsmäßigen Führungspersönlichkeiten der Übergangsregierung anerkannt.
Nach dem Putsch hatten die USA ihre Hilfsgelder für das Land ausgesetzt und die Freilassung aller festgesetzten politischen Akteure gefordert. Auch Deutschland drohte am Mittwoch mit gravierenden Folgen für das internationale Engagement im Sudan, wenn der Putsch nicht beendet werde.
Ende September hatten die internationalen Nachrichtenagenturen bereits über einen vereitelten Militärputsch im Sudan berichtet. Meldungen zufolge soll eine Gruppe von Militärs versucht haben, Regierungsobjekte sowie Räumlichkeiten der Staatsmedien unter ihre Kontrolle zu bringen und einen Staatsstreich durchzuführen.
Das Weiße Haus - SNA, 1920, 14.12.2020
USA streichen Sudan von Liste der „Terrorismus-Sponsoren“ - Botschaft
Der Sudan war fast 30 Jahre lang von Omar al-Baschir regiert worden. Dieser wurde im April 2019 nach monatelangen Protesten und einem Militärputsch aus dem Amt gedrängt. Armee- und Zivilbehörden vereinbarten eine Übergangsperiode für die Durchführung von großangelegten politischen und wirtschaftlichen Reformen.
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала