Registrierung erfolgreich abgeschlossen!
Klicken Sie bitte den Link aus der E-Mail, die an geschickt wurde

Millionen-Steuerhinterziehung: Deutsche Firma wegen Einfuhr von gebrauchten Handys in Verdacht

© CC0 / QuinceCreative/pixabayZahlreiche Handys (Symbolbild)
Zahlreiche Handys (Symbolbild) - SNA, 1920, 28.10.2021
Abonnieren
Eine deutsche Firma steht im Verdacht, Steuerhinterziehung in Millionenhöhe bei der Einfuhr von Handys betrieben zu haben. Auf Unregelmäßigkeiten beim Unternehmen war der Prüfungsdienst des Hauptzollamts München gestoßen.
Laut einer Pressemitteilung von Donnerstag wurden gebrauchte Handys aus dem arabischen Raum in die EU über Deutschland ohne Einfuhrumsatzsteuer eingeführt, weil diese nachher offiziell nach Bulgarien und Ungarn weitergehen sollten.
„Im Rahmen der Prüfung konnte nicht abschließend geklärt werden, ob die Mobiltelefone tatsächlich am Bestimmungsort ankamen“, heißt es in dem Schreiben.
Polizeiabsperrung (Symbolbild) - SNA, 1920, 28.10.2021
Bluttat in Rheinland-Pfalz: Polizei findet zwei Leichen in Bitburg
Der Zoll vermutet einem Bericht der Deutschen Presse-Agentur (DPA) zufolge, dass eine deutsche Firma die Geräte auf dem Schwarzmarkt verkaufte, ohne entsprechende Steuern zu zahlen. Es geht nach DPA-Angaben um etwa 410.000 hochwertige Handys. Nach einer Verdachtsmeldung des Prüfungsdienstes an die Financial Intelligence Unit (FIU) übernahm die operativ tätige Europäische Staatsanwaltschaft (EPPO) die strafrechtliche Verfolgung.
Das Zollfahndungsamt München wurde mit der Durchführung der Ermittlungen beauftragt. Nach den ersten Erkenntnissen wurden auch Verstöße gegen das Sozialversicherungsrecht und gegen den Schutz geistigen Eigentums festgestellt.
Steuer (Symbolbild) - SNA
Steuerstraftaten und Steuerordnungswidrigkeiten in Deutschland 2020

Im Jahr 2020 wurden in den Bußgeld- und Strafsachenstellen der Finanzämter bundesweit 53.977 Strafverfahren wegen Steuerstraftaten bearbeitet. Das geht aus dem Bericht des Bundesfinanzministeriums vom Oktober 2021 hervor. Zudem wurden rund 3.700 Bußgeldverfahren abgeschlossen und für die wichtigsten Tatbestände der Steuerordnungswidrigkeiten 40 Millionen Euro Bußgelder festgesetzt. Im selben Zeitraum erledigte die Steuerfahndung bundesweit insgesamt 34.000 Fälle. Dabei wurden Mehrsteuern in Höhe von 3,3 Milliarden Euro festgestellt und Freiheitsstrafen im Gesamtumfang von 1288 Jahren verhängt.

ExpandierenMinimieren
Newsticker
0
Neueste obenÄlteste oben
loader
Live
Заголовок открываемого материала
Um an der Diskussion teilzunehmen,
loggen Sie sich ein oder registrieren Sie sich
loader
Chats
Заголовок открываемого материала