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EU- und UN-Diplomaten nach Treffen mit Hamdok: Entmachteter Premierminister des Sudan wohlauf

© REUTERS / Sarah Meyssonnier Abdalla Hamdok spricht auf einer internationalen Konferenz zur Unterstützung des Sudan (Archivbild)
 Abdalla Hamdok spricht auf einer internationalen Konferenz zur Unterstützung des Sudan (Archivbild) - SNA, 1920, 28.10.2021
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Der durch den Militärputsch im Sudan entmachtete Regierungschef Abdalla Hamdok ist nach Angaben der Vereinten Nationen wohlauf. Darüber informierte die UN-Mission im Sudan am Mittwochabend in den sozialen Netzwerken.
Demnach konnten der UN-Sondergesandte Volker Perthes sowie die Botschafter Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, Norwegens, der EU und der ranghöchste US-Diplomat im Sudan den abgesetzten Ministerpräsidenten Hamdok „bei guter Gesundheit vorfinden“. „Wir fordern weiterhin die vollständige Wiederherstellung seiner Freiheit“, lautet die UN-Mitteilung.
Menschen im Sudan - SNA, 1920, 25.10.2021
Erneut Putschversuch im Sudan: Premierminister unter Hausarrest und weitere Festnahmen
Am Mittwoch hatten die EU-Delegation sowie die Botschaften Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens, der USA und anderer Staaten laut einer gemeinsamen Erklärung ein Treffen mit Hamdok gefordert, der Medienberichten zufolge seit Montag unter Hausarrest steht. „Wir erkennen den Premierminister und sein Kabinett weiterhin als die verfassungsmäßigen Führungspersönlichkeiten der Übergangsregierung an“, hieß es in dem Text.
Der deutsche Außenminister Heiko Maas hatte zuvor mit „gravierenden Folgen für das internationale Engagement“ im Sudan gedroht, sollte der Militärputsch im Land nicht sofort beendet werden. „Deutschland wird seine Unterstützung unter diesen Bedingungen nicht fortsetzen“, so Maas am Mittwoch.
Der Sprecher des US-Außenministeriums, Ned Price, hatte am Montag erklärt, dass 700 Millionen schwere Hilfszahlungen für das ostafrikanische Land nach dem Militärputsch vorübergehend ausgesetzt werden sollen. Die Gelder waren für die Unterstützung des demokratischen Übergangs im Sudan geplant. Price verurteilte die militärische Machtübernahme und forderte die Freilassung aller festgesetzten politischen Akteure.
Hauptstadt Khartum - SNA, 1920, 21.09.2021
Putschversuch im Sudan vereitelt – Medien

Putsch im Sudan

Das Militär hatte am Montagmorgen bei einem Putsch im Sudan die Macht an sich gerissen. General Abdel Fattah al-Burhan, der bisher gemeinsam mit dem Premierminister Abdalla Hamdok an der Spitze einer Übergangsregierung stand, verkündete die Entmachtung der zivilen Regierungsmitglieder und verhängte einen Ausnahmezustand. Hamdok und die meisten Regierungsmitglieder wurden festgenommen.
Der Sudan war fast 30 Jahre lang von Omar al-Baschir regiert worden. Dieser wurde im April 2019 nach monatelangen Massenprotesten und einem Militärputsch aus dem Amt gedrängt. Der gestürzte Präsident kam in der Folge ins Gefängnis.
Mehr als 50 Staaten und internationale Organisationen hatten sich auf der Sudan-Partnerschaftskonferenz in Berlin im Juni 2020 verpflichtet, die Übergangsregierung im Sudan auf ihrem Reformweg zu unterstützen. Insgesamt 1,8 Milliarden US-Dollar (1,55 Milliarden Euro) an Hilfsgeldern wurden dem ostafrikanischen Land zugesagt.
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